Fährschiffe werden jetzt noch schneller
Das NORMA-Projekt der EU richtet sich auf die Notwendigkeit der europäischen Schiffbauindustrie, auf globaler Ebene wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Entwicklung neuer Technologien für den wachsenden Fast Ferry Markt stellte deshalb nicht nur eine technische, sondern ebenso eine wirtschaftliche Herausforderung dar. Die neuen Fast Ferries müssen schneller sein und über ein geringeres Gewicht verfügen, sie müssen aber auch Verbesserungen hinsichtlich des Passagierkomforts und der Lärmminderung aufweisen. Eine britische Forschungsgruppe begann die Arbeit an einem neuen Antriebssystem, dessen Bestandteile die erhöhten, vom Markt aufgestellten Standards erfüllen müssen. Die Gruppe untersuchte mit der Installation von Gasturbinen verbundene Probleme hinsichtlich bauartbedigtem Lärm und zahlreicher anderer Aspekte. Ziel dabei war die Entwicklung eines genauen Installationsentwurfsmodells, das die Simulation der Vibrationsübertragung auf die Schiffsstruktur vereinfacht. Darüber hinaus konzentrierte sich die Gruppe auf die aktive Geräuschminderungstechnologie (Active Noise Control – ANC) in Verbindung mit einem simulierten Dieselauspuff, um weiter auf Lärmminderung und Komfortanforderungen eingehen zu können. Die Erfüllung dieser neuen Ziele wird mit hoher Wahrscheinlichkeit die Schiffbauindustrie der EU verändern und eröffnet ihr möglicherweise eine neue Wachstumsära. Das Erreichen einer Kombination aus geringem Kostenaufwand und Gewicht zusammen mit erhöhtem Komfort und gesteigerter Geschwindigkeit erscheint schwierig, die gegenwärtigen Ergebnisse sind jedoch bereits Teil der europäischen Bemühungen, dieses Ziel zu erreichen. Die neuen Technologien haben möglicherweise einen weiteren Einfluss auf Energiespeicherungs- und -umwandlungsmethoden sowie auf die Beförderungsindustrie im Allgemeinen.