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Genome-wide analysis of signaling pathways in regulation of the interactions between tumor and host cells: applications for cancer therapy

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Wechselwirkung zwischen Tumor und Wirtsstroma

Entstehung und Wachstum von Tumoren werden nicht nur durch genetische Mutationen, sondern auch durch die Mikroumgebung des Tumors beeinflusst. Europäische Forscher untersuchten die Signalwege bei der Wechselwirkung zwischen Tumor und Stroma (dem bindegewebigen Stützgerüst eines Organs), um Biomarker zu finden und neue Krebstherapien zu entwickeln.

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Bei der Angiogenese von Tumoren sowie der Vermehrung und Invasion von Krebszellen ist die Interaktion mit Stromazellen von großer Bedeutung. Stromazellen sind potenziell geeignete therapeutische Zielstrukturen, da sie genetisch stabil sind und meist keine Resistenzen gegen therapeutische Wirkstoffe befürchten lassen. Die Entwicklung solcher Therapien wird jedoch erschwert, weil die Wechselwirkungen zwischen Tumor und Stroma noch wenig erforscht sind. Mit diesem Ziel suchte das EU-finanzierte Projekt TUMOR-HOST Genomics nach neuen therapeutischen Zielstrukturen für Krebsmedikamente und neuen Therapieformen. Spezifisch wurde darauf hingearbeitet, bestimmte wichtige zelluläre Signalwege in mesenchymalen und hämatopoetischen Zellen zu hemmen, und zwar durch spezifische Lentivirenvektoren und Identifizierung tumorderivierter Angiogenesefaktoren. Die Forschungsagenda umfasste die Entwicklung neuer Anwendungen aus der funktionellen Genomik sowie Technologien und Methoden, um die Wechselwirkung zwischen Tumor und Wirt zu untersuchen. Ziel war letztendlich, in normalen Zellen Moleküle und Prozesse aufzuspüren, die sich für neue krebstherapeutische Medikamente eignen. Für den Transport therapeutischer Wirkstoffe in Tumoren wurde ein spezifisches Lentiviren-Vektorsystem entwickelt, das in vivo an Mausmodellen getestet wurde und Aussagen über Wachstum und Metastasierung des Tumors zulässt. Insgesamt lieferte das Projekt nicht nur wichtige neue Erkenntnisse zu den molekularen Mechanismen der Wechselwirkung zwischen Tumor und Wirtsstroma, sondern auch Möglichkeiten für kommerzielle Anwendungen, da diese Prozesse Wachstum und Ausbreitung aller Arten von Krebszellen entscheidend beeinflussen. Werden diese Ergebnisse in die klinische Praxis umgesetzt, könnten derzeitige Krebstherapien wirksam unterstützt werden.

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