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Land and Ecosystem Degradation and Desertification: Assessing the Fit of Responses

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Maßnahmen gegen Bodendegradation und Wüstenbildung

Ein EU-Projekt untersuchte die effektivsten Möglichkeiten, Wüstenbildung und die Zerstörung von Ökosystemen zu begrenzen oder zu stoppen.

Klimawandel und Umwelt icon Klimawandel und Umwelt

Zu Land- und Ökosystemdegradation sowie Wüstenbildung (land and ecosystem degradation and desertification, LEDD) kommt es, wenn menschliche Aktivitäten durch Ausbeutung von Ressourcen zu wirtschaftlichen, soziokulturellen und institutionellen Zwecken die Bodenressourcen unter widrigen biophysikalischen Bedingungen zerstören. Eine unkontrollierte Degradation/Wüstenbildung führt zu einem Rückgang von Ökosystemleistungen und zu unerwünschten sozioökonomischen Auswirkungen, die die Verwirklichung einer nachhaltigen Entwicklung behindern und die Anfälligkeit der betroffenen Regionen erhöhen. Der Mensch reagiert auf LEDD durch geplante und/oder ungeplante Aktionen, die LEDD entweder direkt bekämpfen und/oder andere sozioökonomische Probleme angehen. Das EU-finanzierte Projekt LEDDRA (Land and ecosystem degradation and desertification: assessing the fit of responses) zielte darauf ab, einen umfassenden Rahmen für die Analyse von sozial-ökologische geeigneten Maßnahmen gegen LEDD zu entwickeln. LEDDRA führte den Begriff der "Maßnahmebündelung" (response assemblage, RA) ein, um die dynamische, mehrstufige, wechselseitige Beziehung zwischen LEDD und Gegenmaßnahmen in ihrem biophysikalischen, soziokulturellen und institutionellen Kontext zu beschreiben. Optimale RA (ORA) umfassen sich gegenseitig unterstützende, komplementäre und koordinierte Gegenmaßnahmen, die sich für die Anpassung an die ökologischen und sozio-ökonomischen Bedingungen der betroffenen Regionen eignen, sodass diese ihre sozial-ökologische Resilienz bewahren können. Dies bedeutet, dass sie nützliche Effekte produzieren und schädliche ökologische und sozioökonomische Auswirkungen verhindern. LEDDRA schuf einen ganzheitlichen konzeptionellen Rahmen, um die sozial-ökologische Eignung von Maßnahmen gegen LEDD von Ackerland, Weideland und Waldregionen zu untersuchen. Das Projekt entwickelte auch eine umfassende Theorie zu LEDD-Gegenmaßnahmen und eine integrierte Methodik sowie einschlägige Bewertungsmethoden/-techniken, um die sozial-ökologische Eignung von Maßnahmen gegen LEDD zu bewerten und ORA zu erarbeiten. Darüber hinaus schuf LEDDRA zehn Study Site Applications (Italien, Griechenland, Spanien, China, Marokko) und eine Analyse der internationalen, europäischen und nationalen Umwelt- und Entwicklungspolitik. Auch eine Bewertung ihrer Umsetzung in den 10 Studienzentren wurde durchgeführt und politische Empfehlungen für die Bekämpfung von LEDD wurden formuliert. Die Forschungsergebnisse von LEDDRA leisten einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Bewirtschaftung von Bodenressourcen, zur vernünftigen Flächennutzungsplanung in den betroffenen Gebieten und zur Politikgestaltung auf internationaler (UNCCD), EU und nationaler Ebene.

Schlüsselbegriffe

Wüstenbildung, Zerstörung von Land und Ökosystemen, Landressourcen, sozial-ökologisches System, sozial-ökologische Belastbarkeit, sozial-ökologischer Zustand, Maßnahmestrategien

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