4. KI – mehr als ChatGPT
Hierbei handelt es sich um eine KI-Transkription.
00:00:00:00 - 00:00:56:04
Anthony Lockett
Hallo und herzlich willkommen zu dieser Sonderfolge des CORDIScovery-Podcasts. Wir tauchen ein in eine der transformativsten Kräfte, die die Welt von heute prägen: künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen. Von Gesundheit bis Umwelt, Mobilität, Industrie, Kultur und weit darüber hinaus: KI verändert die Art und Weise, wie wir leben und arbeiten. Bei mir sitzen Menschen, die vier Projekte vertreten, die Finanzmittel aus dem EU-Programm Horizont Europa erhalten haben. Diese Projekte zeigen das Potenzial von KI und maschinellem Lernen auf, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit voranzubringen, wobei gleichzeitig sichergestellt wird, dass die Entwicklungen auf vertrauenswürdige, ethische und menschenorientierte Weise ablaufen.
00:00:56:06 - 00:01:21:09
Anthony Lockett
Hier bei mir am Tisch ist Thomas Gutt, Direktor für Finanzierungsprojekte und Koordinierung bei Infineon Technologies in München. Thomas ist Koordinator des Projekts AIMS5.0. Willkommen, Thomas.
Thomas Gutt
Es ist mir eine Freude, hier bei Ihnen dabei sein zu können.
Anthony Lockett
Und zu meiner Linken sitzt George Nikolakopoulos, der das Projekt PERSEPHONE vertritt.
00:01:21:11 - 00:01:41:22
Anthony Lockett
George ist Professor für Robotik und künstliche Intelligenz an der Technischen Universität Lulea in Schweden. Ich meine, er arbeitete in der Vergangenheit auch mit der NASA zusammen.
George Nikolakopoulos
Das ist korrekt. Ich danke Ihnen für die Einladung. Ich freue mich, Sie kennenzulernen.
Anthony Lockett
Schön, dass Sie bei uns sind, George. Außerdem begrüßen wir Sophia Alexandersson bei uns am Tisch.
00:01:41:24 - 00:02:14:10
Anthony Lockett
Sophia ist Vertreterin des Projekts MuseIT. Sie ist Geschäftsführerin und künstlerische Leiterin von ShareMusic and Performing Arts, dem schwedischen Wissenszentrum für künstlerische Entwicklung und Inklusion. Herzlich willkommen, Sophia.
Sophia Alexandersson
Vielen Dank für die Einladung.
Anthony Lockett
Und zu guter Letzt begrüßen wir noch Alessandro Kartsiaklis. Ursprünglich aus Italien, dann nach Griechenland gezogen. Und dieser Tage in Dänemark ansässig. Gegenwärtig ist er Geschäftsführer von NaviBlind.
00:02:14:12 - 00:02:32:05
Anthony Lockett
Nach einem Karrierebeginn in der Einrichtung als Praktikant. Das war ein ziemlich beeindruckender Aufstieg, der ganz unten begann. Und wir sind sehr froh, dass Sie hier bei uns sind, Alessandro.
Alessandro Kartsiaklis
Es ist großartig, mit dabei zu sein. Recht vielen Dank für die Einladung.
Anthony Lockett
Also, Thomas, wenn ich mit Ihnen anfangen dürfte.
00:02:32:07 - 00:03:02:03
Anthony Lockett
Im Rahmen Ihres Projekts wird künstliche Intelligenz genutzt, um die Nachhaltigkeit der europäischen Industrie zu verbessern. Zumindest lautet so das Ziel, glaube ich. Können Sie uns erklären, wie Sie dort herangehen?
Thomas Gutt
Selbstverständlich. Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Thema, aber KI in der Fertigung ist das andere Riesenthema. Wir nutzen KI bereits in unserer täglichen Kommunikation, etwa wenn wir ChatGPT verwenden, aber der Einsatz in der Industrie scheint viel schwieriger zu sein.
00:03:02:03 - 00:03:27:19
Thomas Gutt
Zweifellos gibt es dort aber ein riesiges Anwendungspotenzial. Ganz sicher. Deshalb arbeiten wir mit einem breiter aufgestellten Konsortium. Wir vereinen 53 Partner aus neun Industriezweigen, und wir konzentrieren uns nicht nur auf einen Bereich. Denn so können wir voneinander lernen. Und das bedeutet, dass mehr als ein Kompetenzbereich einbezogen wird.
00:03:27:21 - 00:04:01:08
Anthony Lockett
Verstehe. Können Sie uns ein Beispiel nennen? Ich meine, wie könnte Ihr Projekt in der Praxis die umweltfreundliche Fertigung verbessern?
Thomas Gutt
Lernen zum Thema Ausbeute ist ein sehr gutes Beispiel. Das bedeutet, dass wir alle Daten mit KI überprüfen und auf diese Weise viel mehr über unsere Produkte lernen. Und damit zu höheren Ausbeuten gelangen. Und wenn wir höhere Ausbeuten erzielen, dann bedeutet das, dass wir mit demselben Energieaufwand mehr Chips als zuvor produzieren können.
00:04:01:11 - 00:04:27:02
Thomas Gutt
Dadurch wird der Energieverbrauch pro Chip gesenkt. Das ist einer der Wege zur Nachhaltigkeit. Eine andere Möglichkeit ist beispielsweise die Abschaffung unerwünschter Stoffe wie etwa der PFAS. Hier geht es um verschiedene Wege zur Nachhaltigkeit.
Anthony Lockett
Sehr gut. Ich denke, dass Sie im Rahmen des Projekts einige sehr praktische Instrumente wie etwa Leitlinien, Checklisten und dergleichen entwickeln, die die Unternehmen nutzen können,
00:04:27:02 - 00:05:00:16
Anthony Lockett
wenn sie am Einsatz von KI in den Fertigungsprozessen interessiert sind. Können Sie uns ein wenig mehr darüber berichten?
Thomas Gutt
Ja, wir verfügen über zwei Gruppen von Arbeitspaketen. Das eine enthält alle Anwendungsfälle; das werden unsere Ergebnisse sein. Aber es gibt auch Eingabe-Technologien. Das KI-Gym, wie wir es nennen, ist zum Beispiel eine Sammlung verschiedener KI-Werkzeuge, die miteinander verglichen werden und es den Partnern ermöglichen, die beiden Instrumente zu vergleichen und voneinander zu lernen.
00:05:00:18 - 00:05:22:08
Thomas Gutt
Ich denke, das wir hier etwas Besonderes anbieten. Und darauf legen wir großen Wert, das voneinander Lernen steht im Mittelpunkt.
Anthony Lockett
Nun denn. Wenn Sie von einem KI-Gym sprechen, dann meinen Sie damit die Idee, dass man wie im Fitnessstudio von einer Übung zur nächsten geht, um verschiedene KI-Muskeln zu trainieren.
Thomas Gutt
Genau. In etwa so. Ja.
00:05:22:10 - 00:05:43:10
Thomas Gutt
Wir verbessern unsere Arbeit mit dem Gym ähnlich wie mit einer Maschine, an der Muskeln trainiert werden. Aber Sie können auch die Nachbarmaschine begutachten und sehen, ob sie vielleicht effektiver erscheint. Oder sie kann nützlicher sein für das, was Sie gerade vorhaben. Das ist so, als ob man zusammen in diesem Raum ist und voneinander lernt.
Anthony Lockett
Sehr gut. Vielen Dank dafür.
00:05:43:12 - 00:06:09:07
Anthony Lockett
Als nächstes möchte ich mich an Sie wenden, George. Wie ich schon sagte, vertreten Sie hier das Projekt PERSEPHONE. Wir nehmen diesen Podcast gerade auf, weil wir bei den Forschungs- und Innovationstagen einen Ausstellungsraum haben, in dem Sie alle Ihre Projekte präsentieren. Aber eine der größten Attraktionen dort unten ist mit Sicherheit Ihr Roboterhund. Könnten Sie uns vielleicht ein wenig über ihn berichten, und wie er Teil Ihres Projekts ist, Lösungen für die Erkundung und den Abbau von Untertage liegenden Minerallagerstätten zu entwickeln?
00:06:09:07 - 00:06:28:01
George Nikolakopoulos
Aber ja. Ich denke, der Roboterhund ist ein sehr schönes Beispiel für ein Projekt, das für Autonomie steht, zum Beispiel bei der Inspektion von Untertage liegenden und stillgelegten Bergwerken. Was wir in der Ausstellung sehen, ist gewissermaßen der lebende Beweis dafür, denn genau diese Technologie war im Bergwerk im Einsatz. Die Menschen können sie sehen.
00:06:28:01 - 00:06:53:12
George Nikolakopoulos
So funktioniert das. Die Interaktion mit einem völlig autonomen Gerät. Die Projektarbeit konzentriert sich darauf, wie diese Untertage liegenden und stillgelegten Bergwerke inspiziert und nach Mineralien durchsucht werden können, um dann alle Daten zu verarbeiten. All dies könnte dann als Entscheidungshilfe dienen: Werden stillgelegte Minen wieder geöffnet, wie sicher ist der Betrieb, welche Mineralien gibt es und welche Maßnahmen werden ergriffen?
00:06:53:13 - 00:07:18:07
Anthony Lockett
Ich verstehe. Können Sie bitte kurz erklären, warum es wichtig ist, in die Tiefe zu gehen, um Mineralien zu gewinnen?
George Nikolakopoulos
Ja, natürlich, korrekt. Man muss dazu wissen, dass bei stillgelegten Bergwerken den Menschen völlig der Zugang verboten ist. Das ist absolut kein Ort, den man besuchen sollte. Man sollte auch nicht einen oder zwei Meter hineingehen. Und der Grund dafür ist einfach. Diese Minen sind seit einhundert oder sechzig Jahren geschlossen.
00:07:18:07 - 00:07:40:22
George Nikolakopoulos
Dort werden keine Mineralien mehr gewinnen. Dort herrscht für Menschen völliges Betretungsverbot. Das einzige verfügbare Werkzeug sind somit diese Roboter, die in das Innere gehen, die Umgebung untersuchen, Proben nehmen, Bohrungen durchführen. Auch im Rahmen des Projekts PERSEPHONE geschieht das. Die gleiche Situation gilt für die Untertage liegenden Minen, über die wir hier sprechen, mit Lagerstätten in mehr als einem Kilometer Tiefe.
00:07:41:03 - 00:08:00:20
George Nikolakopoulos
Dort herrschen sehr schwierige Bedingungen, es ist sehr warm. Und die einzige Lösung stellt wiederum der Einsatz von Robotern, autonomen Robotern, dar. Da gibt es keine Menschen, auch keine ferngesteuerten Einsatzkräfte, um die Situation zu überprüfen, das Erz nachzuverfolgen und Entscheidungen zu treffen, wie die Bergbauplanung, wie die Entwicklungen in der Mine ablaufen sollten.
00:08:00:23 - 00:08:30:06
Anthony Lockett
Ich verstehe. Es geht also um die Sicherheit der Menschen. Es geht um den Zugang zu Gebieten, zu denen es sonst keinen Zugang gäbe.
George Nikolakopoulos
Erstens geht es um die Sicherheit der Menschen. Zweitens sammeln wir milliardenfach Daten, wobei diese Informationen nur, wie Sie bereits erwähnten, mithilfe von KI in einem multidimensionalen Ansatz verarbeitet werden können. Wir kombinieren Proben und Spektralkameras und treffen dann Entscheidungen darüber, wie das Erz in der Mine lagert.
00:08:30:06 - 00:08:49:02
George Nikolakopoulos
Das ist der zweite Grund.
Anthony Lockett
Okay. Es wird viel über digitale Zwillinge gesprochen. Ich denke, dass auch Ihr Projekt diese Dimension aufweist. Könnten Sie dazu etwas sagen?
George Nikolakopoulos
Ja, sicher. Bei autonomen Systemen ist die Lokalisierung der wichtigste Vorgang. Um die Frage „Wo bin ich?“ für einen Roboter zu beantworten, muss jeder Roboter seine Position kennen.
00:08:49:04 - 00:09:11:00
George Nikolakopoulos
Wir verwenden modernste Sensorzeilen, um sie räumlich nachzuverfolgen, wir führen eine spezielle Erkennung durch, aber wir nutzen auch Sensoren, um eine Karte zu erstellen, gemäß der Roboter oder andere Bergbaumaschinen betrieben werden können. Und mit diesen Robotern können wir digitale Zwillinge, Kartendarstellungen oder Punktewolken für Robotik im Kilometermaßstab erstellen.
00:09:11:00 - 00:09:37:17
George Nikolakopoulos
Und wir können vorhandene Karten mit neuen Karten kombinieren. Wir können von verschiedenen Robotern stammende Karten miteinander kombinieren. Das Ganze nennt sich Multisession-Robotikkartierung. Und dann können wir auf diesen Karten Messungen zur Erzdichte und -art lokalisieren und diese Informationen an Fachleute weitergeben, damit sie Entscheidungen über das Vorgehen in der Mine treffen können.
Anthony Lockett
Okay. Vielen herzlichen Dank, George. Ich werde in der Diskussion gleich auf Sie zurückkommen.
00:09:37:17 - 00:10:00:18
Anthony Lockett
Aber lassen Sie uns weitergehen. Jetzt möchte ich Sophia vorstellen, die, wie ich bereits sagte, das Projekt MuseIT vertritt. Ich denke, das grundlegende Ziel dieses Projekts besteht darin, den Zugang zum kulturellen Erbe mithilfe von Technologie zu verbessern. Und ich weiß, dass Sie eine spezielle Musikplattform haben, über die Sie gerne sprechen würden, aber können Sie uns bitte zunächst eine allgemeine Einführung in das Projekt geben?
00:10:00:20 - 00:10:31:24
Sophia Alexandersson
Nun denn. Die Arbeit von MuseIT konzentriert sich darauf, wie wir neue Wege im Umgang mit Kunst und Kultur finden können, die über das Sehen und Hören hinausgehen und andere Sinne wie Haptik usw. einbeziehen. Es geht dabei um Multimodalität. Es geht darum, sicherzustellen, dass alle Menschen die gleichen Rechte haben, nicht nur Erfahrungen zu sammeln, sondern diese auch auf eine Weise zu erkunden, dass Sie vielleicht Ihre eigene Beteiligung in den Mittelpunkt stellen möchten.
00:10:32:01 - 00:10:55:02
Sophia Alexandersson
Wir haben in den letzten drei Jahren auf viele verschiedene Arten daran gearbeitet, dies zu erforschen, angefangen bei der Entwicklung von Haptik, nehmen wir zum Beispiel an, es geht um ein Gemälde an der Wand. Wie können wir das erkunden, indem wir es nicht nur betrachten, nicht nur von jemandem beschreiben lassen, sondern können wir vielleicht auch den Ton hören, der dem Bild entspricht, oder einen haptische Eindruck davon erhalten.
00:10:55:04 - 00:11:21:07
Anthony Lockett
Aha, ich verstehe. Sie arbeiteten mit Museen und Kulturzentren zusammen, um einige dieser barrierefreien Optionen einzuführen?
Sophia Alexandersson
Ja, das haben wir. Wir sind zwölf Partner in dem Projekt. Wir spannen den Bogen von Unternehmen über Kultureinrichtungen bis hin zu uns selbst, die ich nicht als Behindertenorganisation sondern als ein Wissenszentrum bezeichnen würde, das sich auf die Inklusion von Menschen mit Behinderungen konzentriert.
00:11:21:09 - 00:11:41:15
Sophia Alexandersson
Wir haben natürlich viele Workshops durchgeführt, insbesondere in unseren Teilen des Projekts, und wir haben viele Leute getroffen, Menschen mit Behinderungen und Menschen, die mit ihnen zusammenarbeiten, um wirklich auch diese Art des echten Nutzungsaspekts zu berücksichtigen, indem wir etwas gestalten, und nicht versuchen, etwas zu erfinden, das niemand benutzt oder braucht.
00:11:41:17 - 00:12:04:00
Sophia Alexandersson
Ja, wir hatten viele Begegnungen, und deshalb ich würde sagen, dass kulturelle Einrichtungen auch eine sehr wichtige Zielgruppe für das Projekt sind.
Anthony Lockett
Okay. Und gibt es irgendwelche besonderen Hindernisse, auf die Sie bei der Einführung dieser Art von Technologie in diesen Bereichen gestoßen sind?
Sophia Alexandersson
Nein, das kann ich wirklich nicht sagen. Ich denke, es geht eher darum, welche Barrieren heute im Wege stehen.
00:12:04:02 - 00:12:28:14
Sophia Alexandersson
Ich denke, dass Barrierefreiheit in erster Linie auf physische Dinge abzielt. Etwa die Hochschule Borås, die einer der Hauptpartner ist, hat viel mit taubblinden Menschen gearbeitet und sich gründlich mit Technologie beschäftigt, insbesondere mit Haptik und so weiter, um auch andere Möglichkeiten in Betracht zu ziehen und diese Art von Barrieren tatsächlich zu überwinden.
00:12:28:14 - 00:12:56:03
Sophia Alexandersson
Aber wir haben versucht, nicht die Behinderung an sich in den Mittelpunkt zu stellen, sondern vielmehr die Frage, wie wir sicherstellen können, dass alle teilhaben können.
Anthony Lockett
Ich verstehe, und ich habe versprochen, dass ich Ihnen Gelegenheit geben würde, über Ihre Remote-Performance-Plattform für das gemeinsame Erschaffen von Musik zu sprechen, was wirklich spannend klingt. Soweit ich es verstanden habe, sorgt die Plattform für synchronisierte Klänge und Interaktion unter Einsatz von Haptik und Biodaten.
00:12:56:05 - 00:13:18:03
Anthony Lockett
Sie ermöglicht den Musikschaffenden, gemeinsam zu proben, aufzutreten, Gefühle auszudrücken und zu experimentieren, als ob sie sich physisch alle im selben Raum befänden. Woher kam diese Idee?
Sophia Alexandersson
Das ist eine Idee, mit der wir uns bei ShareMusic schon seit vielen Jahren intensiv beschäftigen. Als wir die Einladung zu diesem Gemeinschaftsunternehmen erhielten, sagten wir uns, dass wir gern daran arbeiten und es weiterentwickeln würden, weil wir glauben, dass es genau zu dieser Aufforderung passt.
00:13:18:05 - 00:13:38:21
Sophia Alexandersson
Es kam damals während der Pandemie wirklich zu einer Art Notsituation. Wir mussten alle zu Hause bleiben, und vor allem für die Musikschaffenden wuchs es sich zu echt schwierigen Sache aus. Denn wie sollen Sie zusammen spielen? Natürlich gibt es Zoom und ähnliches, aber man musste nur einmal zusammen Happy Birthday singen – und es klang einfach schrecklich, weil es nicht synchron war.
00:13:38:21 - 00:14:01:20
Anthony Lockett
Oh, ja. Die Latenz.
Sophia Alexandersson
Aber für viele Menschen mit Behinderung ist die Situation, in der wir uns während der Pandemien wiederfanden, ihr Alltag. Sie verfügen nur über begrenzte Möglichkeiten, am Arbeitsleben teilzunehmen, zu studieren, das betrifft viele Dinge. Nicht bei allen, aber für manche Menschen sind diese Distanzen gegeben. Deswegen war diese Situation für uns etwas, mit dem wir uns allgemein zu beschäftigen hatten.
00:14:01:24 - 00:14:32:01
Sophia Alexandersson
Wie können wir den Menschen einen gleichberechtigten Zugang zur Teilhabe, ja sogar zu ihrer eigenen Arbeit ermöglichen? So entstand die Idee, und dann erhielten wir auch die Gelegenheit, JackTrip kennenzulernen, eine Technologie, die von Stanford entwickelt wurde und bei der es um die Arbeit mit geringer Latenz geht. Wir haben während des Projekts auch neue Technologien hinzugefügt, indem wir sowohl eine JackTrip-Peripherie als auch andere Technologien entwickelt haben.
00:14:32:01 - 00:14:52:07
Sophia Alexandersson
Wir kommen damit zur nächsten Phase, denn was fehlt denn, wenn man online ist: Es sind die Emotionen. Wie teilen Sie Emotionen? Hier befinden wir uns gerade im selben Raum. Wir können einander spüren. Unser Körper nimmt Dinge auf, aber was geschieht, wenn wir online gehen. Das ist wirklich schwierig und sehr wichtig, wenn man mit anderen Menschen spielen oder zusammenarbeiten will.
00:14:52:09 - 00:15:15:09
Sophia Alexandersson
So suchten wir nach Möglichkeiten, wie das online weitergegeben werden kann. Was ich Ihnen jetzt hier mitteilen kann, ist, dass die Leute zwei Dinge ausprobieren können. Zum einen verwenden wir Gesichtserkennung. Dann bitten wir die Leute, in die Kamera zu lächeln, und auf dem Bildschirm können Sie dann Ihre Emotionen sehen.
00:15:15:15 - 00:15:36:09
Anthony Lockett
Ich verstehe. Und falls es da draußen Musikschaffende gibt, die uns zuhören oder diesen Podcast sehen: Ist diese Technologie frei verfügbar? Können die Leute auf die Plattform zugreifen?
Sophia Alexandersson
Nicht auf die Plattform selbst. Im Moment handelt es sich noch um einen Machbarkeitsnachweis. Wir müssen sie noch auf die nächste Stufe bringen; die Puffertechnologie muss noch fortschrittlicher gestaltet werden.
00:15:36:09 - 00:16:03:23
Sophia Alexandersson
Zu guter Letzt wird es natürlich eine Dienstleistung sein, die über eine Lizenzierung verfügbar sein kann. Zumindest lautet so der Plan. Aber JackTrip an sich steht zur Verfügung und einige andere Technologien sind ebenfalls verfügbar.
Anthony Lockett
Okay. Vielen herzlichen Dank, Sophia. Und jetzt möchte ich mich Alessandro zuwenden, der hier NaviBlind vertritt. NaviBlind ist ein Projekt, das für die Entwicklung eines GPS-Navigators steht, der es blinden und sehbehinderten Menschen ermöglicht, selbstständig zu einem Ziel zu gelangen.
00:16:04:00 - 00:16:36:13
Anthony Lockett
Und ich weiß, Sie haben tatsächlich etwas dabei, das Sie uns zeigen können, um zu erklären, worum genau es geht.
Alessandro Kartsiaklis
Jawohl, habe ich. Das ist die Hardware, die wir einsetzen. Sie enthält eine kleine Satellitennavigationseinheit. Ich werde nicht GPS sagen, denn GPS ist die amerikanische Version. Wir verfügen auch über das europäische Galileo sowie die russische und chinesische Version. Hier in dem Kästchen befindet sich eine kleine GNSS-Verarbeitungseinheit.
Anthony Lockett
Es ist wirklich klein, ich sage es für diejenigen, die uns zuhören und nicht sehen können: Es ist nur etwa zwei oder drei Zentimeter mal vier oder fünf Zentimeter groß.
00:16:36:13 - 00:16:59:23
Alessandro Kartsiaklis
Vielleicht ein bisschen mehr. Aber ja, es ist auf alle Fälle sehr leicht und kompakt. Mit diesem Teil können wir eine gewisse Genauigkeit in der Positionsbestimmung innerhalb weniger Zentimeter erreichen. In sehr offenen Räumen. Wir versuchen jedoch, in städtischen Umgebungen eine Navigation mit einer Genauigkeit von mindestens dreißig bis vierzig Zentimetern zu realisieren.
00:16:59:23 - 00:17:22:10
Alessandro Kartsiaklis
So können wir die Route unserer Nutzerinnen und Nutzer Schritt für Schritt verfolgen und ihnen auch sagen, wann sie abbiegen und wann sie anhalten müssen, sowie ihnen eine kurze Beschreibung der wichtigsten Merkmale geben.
Anthony Lockett
Ist soweit klar. Handelt es sich dabei noch um einen Prototyp, oder steht das Gerät zur Verfügung?
Alessandro Kartsiaklis
Nein, das ist eigentlich schon unser Minimalprodukt. Wir hatten ein paar Jahre lang unseren Prototyp.
00:17:22:11 - 00:17:45:16
Alessandro Kartsiaklis
Wir hatten etwa zwanzig Nutzerinnen und Nutzer, die es ausprobierten, und sie waren begeistert, denn als wir zum Minimalprodukt übergingen, sind alle dabeigeblieben. Im Moment nutzen es etwa zwanzig Leute aktiv, unabhängig.
Anthony Lockett
Und sie benutzen es im alltäglichen Leben?
Alessandro Kartsiaklis
Größtenteils. Sicher. Okay. Ja. Es ist dann am nützlichsten, wenn sie einen neuen Weg lernen müssen,
00:17:45:18 - 00:18:07:09
Alessandro Kartsiaklis
mit dem sie nicht vertraut sind. Es bildet somit auch eine Alternative zu Mobilitäts- und Orientierungstrainings, die sogar bis zu eineinhalb Monate dauern können. Bei unserer Lösung verbringen wir natürlich auch einige Zeit mit der Qualitätssicherung der Routen, aber innerhalb von 48 Stunden bekommen die Nutzenden die von ihnen angefragte Strecke.
00:18:07:09 - 00:18:35:16
Anthony Lockett
Und welches Feedback erhalten Sie von den Menschen? Was für einen Unterschied bedeutet es für sie im Alltag?
Alessandro Kartsiaklis
Nun, für viele von ihnen verändert es das Leben grundsätzlich. Die Idee für dieses Produkt entstand aus einem persönlichen Bedürfnis eines Freundes von uns, Emile, der heute auch Kommunikationsmanager in unserem Unternehmen ist. Er zog vor einigen Jahren aus einer kleinen Stadt außerhalb Kopenhagens nach Kopenhagen, um an seiner Universität zu studieren.
00:18:35:16 - 00:18:54:21
Alessandro Kartsiaklis
Somit fand er sich plötzlich in einer völlig neuen Umgebung wieder. Er musste lernen, wie es zu den öffentlichen Verkehrsmitteln geht. Er musste lernen, wie er zur Universität und zu den örtlichen Geschäften gelangt. Mit NaviBlind wollten wir ein erstes Netzwerk aus Orten erschaffen, die für ihn von Interesse waren.
00:18:54:23 - 00:19:19:03
Alessandro Kartsiaklis
Und somit begann er seine Masterjahre mit NaviBlind, das ihn durch das Wegenetz der Stadt führte. Ja, für die Nutzerinnen und Nutzer kann diese Technologie das Leben verändern, denn sie kann die mit Mobilität verbundene Planungs- und Vorbereitungszeit um einen großen Prozentsatz reduzieren.
00:19:19:05 - 00:19:52:15
Alessandro Kartsiaklis
Und sie ermöglicht es den Nutzenden, bei der Navigation tatsächlich unabhängig zu agieren, die aktive Mobilität einem Taxidienst vorzuziehen und neue Orte zu erkunden. Wir versuchen damit, allen Nutzerinnen und Nutzern Freizeit-, Arbeits- und Bildungsmöglichkeiten sowie soziale Kontakte anzubieten.
Anthony Lockett
Richtig. Wenn ich Ihnen zuhöre, bekomme ich den Eindruck, dass eine Gemeinsamkeit darin besteht, dass Sie alle mit vielen verschiedenen Partnern innerhalb von Konsortien für die Projekte zusammenarbeiten.
00:19:52:15 - 00:20:14:00
Anthony Lockett
Aber es gibt bei Ihnen auch verschiedene Interessengruppen. Sie arbeiten mit Nutzergruppen, mit Menschen mit Behinderungen im Fall von MuseIT und NaviBlind usw., mit der Bergbauindustrie, mit der verarbeitenden Industrie zusammen. Welche Erfahrungen konnten Sie während der Projekte sammeln? Auf welche Hindernisse sind Sie gestoßen? Welche Lehren mussten Sie ziehen, die Sie vielleicht mit anderen teilen können, die ähnliche Projekte starten?
00:20:14:02 - 00:20:38:23
George Nikolakopoulos
Ich kann ein sehr schönes Beispiel beitragen: Sprechen wir in der Robotik von Erkundung (engl. exploration), dann geht es uns darum, wie der Roboter eine unbekannte Umgebung erkunden wird. Aber wenn in der Bergbauindustrie von Exploration gesprochen wird, dann geht es darum, wie die Mineralien zu finden sind. Wir haben etwa zwei Jahre gebraucht, um das passende Vokabular zu erstellen.
00:20:39:00 - 00:21:03:24
George Nikolakopoulos
Aber natürlich ist PERSEPHONE nicht unser erstes Projekt. Aber als wir anfingen, im Bergbaubereich zu arbeiten, stellte das tatsächlich ein Problem dar, das gelöst wurde. Ein weiterer Punkt ist, dass die Bergbauindustrie Lösungen, Autonomie und Automatisierung auch in der Praxis sehen möchte. Die Leute möchten, dass die Dinge unter realen Bedingungen vorgeführt werden.
00:21:03:24 - 00:21:29:07
George Nikolakopoulos
Das hat uns auf eine sehr gute Weise dazu inspiriert, Systeme zu entwickeln, die resilient sind und unter unbekannten Bedingungen in unstrukturierten und rauen Gegenden arbeiten können. Somit lernten wir eine völlig andere Art zu denken und Systeme zu entwickeln.
Anthony Lockett
Überaus interessant. Sophia, haben Sie eine Geschichte, die Sie erzählen können?
Sophia Alexandersson
Ich muss da erst einmal darüber nachdenken.
00:21:29:07 - 00:21:47:17
Sophia Alexandersson
Nun, ich denke, was in diesen drei Jahren wirklich interessant war, ist, dass wir zwar alle sehr unterschiedliche Perspektiven einnahmen, aber Inklusion und Zugang als zentrale Punkte im Blick hatten. Für eine Organisation wie ShareMusic, die schon so lange tätig ist, sind bestimmte Dinge einfach Bestandteil unserer DNA.
00:21:47:17 - 00:22:08:11
Sophia Alexandersson
Wissen Sie, darüber denken Sie nicht einmal mehr nach. Und dann muss es doch umformuliert oder ganz neu beschrieben werden. Eine der wichtigsten Fragen ist zudem für mich auch, wie Barrierefreiheit und Inklusion auf eine Weise verankert werden können, dass sie wirklich zur Norm werden. Dass es nicht mehr nur als eine Art Zusatz hinzufügt werden muss, wenn Sie damit arbeiten.
00:22:08:11 - 00:22:31:11
Sophia Alexandersson
Ich finde, das ist wirklich eine wichtige Erkenntnis. Wie funktioniert das?
Anthony Lockett
Richtig. Vielen herzlichen Dank. Wie steht es bei Ihnen Alessandro, bei Ihrem Projekt NaviBlind?
Alessandro Kartsiaklis
Wir lernen ständig auf mehreren Ebenen dazu. Als wir zum Beispiel anfingen, war eines unserer Hauptanliegen die Technologie, wie sie möglichst kompakt und zuverlässig werden kann.
00:22:31:13 - 00:22:58:17
Alessandro Kartsiaklis
Als es weiterging, merkten wir, dass es auch einen Aspekt der Interpretation von Anleitungen oder der richtigen Art und Weise gibt, den Nutzenden Anweisungen zu geben. Irgendwann mussten wir auch über Design und stilistische Aspekte sprechen, worüber wir bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht so viel nachgedacht hatten. Die Auswahl der verschiedenen Farben der Kappe wurde von den Nutzerinnen und Nutzern selbst vorgeschlagen.
00:22:58:22 - 00:23:21:21
Alessandro Kartsiaklis
Und jetzt, da wir von Dänemark aus auf den deutschen Markt expandieren, sehen wir, dass wir eine Menge Arbeit leisten müssen, um die Anforderungen des deutschen Publikums umzusetzen, die, was sich vielleicht seltsam anhört, aber tatsächlich ganz anders als die dänischen sind. Also, ja.
Anthony Lockett
Es geht dabei nicht nur um die Sprache.
00:23:21:21 - 00:23:46:02
Anthony Lockett
Es geht um die Akzeptanz der Technologie.
Alessandro Kartsiaklis
Ja, aber nicht nur das, sondern auch um den Lebensstil, die Kommunikation mit den öffentlichen Organisationen verschiedener Art. Nun, das ist sehr interessant und wir lernen ständig hinzu.
Anthony Lockett
Und Thomas, Sie haben ein riesiges Konsortium, wie Sie vorhin berichteten, es muss nicht immer einfach gewesen sein, all diese Partner zusammenzubringen und sich auf eine gemeinsame Richtung zu einigen.
00:23:46:02 - 00:24:19:03
Thomas Gutt
Nun, ich würde sagen, Sie brauchen ein starkes Führungsteam. Ich erwähnte bereits, dass das Gleichgewicht zwischen industriellen und akademischen Partnern wichtig ist. Genau. Und ich denke, dass das eine sehr gesunde Verbindung ist. Weil die Industrie interessante Daten liefert und die Talente der Zukunft kennenlernt. Und die akademischen Partner können mit ihren Studierenden wirklich tief in die Themen einsteigen.
00:24:19:05 - 00:24:41:20
Thomas Gutt
Das ist etwas, das für beide Seiten sehr gesund ist. Und das mir gefällt. Darauf konzentrieren wir uns wirklich. Wir stellen hier ein gutes Gleichgewicht her. Was bedeutet, dass die Anzahl der Industriepartner ungefähr der Anzahl der Partner in der Wissenschaft entspricht.
Anthony Lockett
Wie interessant. Das hört sich für mich so an, als hätten Sie bei den verschiedenen Projekten viel gelernt, viele Fortschritte realisiert, aber vor Ihnen allen liegt auch noch ein weiter Weg.
00:24:41:20 - 00:25:01:11
Anthony Lockett
Sie verfolgen Ambitionen. Sie alle arbeiten in Bereichen, in denen sich die Dinge sehr schnell weiterentwickeln: Robotik, KI, Technologie im Allgemeinen. Wenn Sie eine Kristallkugel hätten und fünf Jahre in die Zukunft blicken könnten, wie würden Sie sich idealerweise die Entwicklung Ihrer Projekte wünschen? Vielleicht möchten Sie, Sophia, beginnen?
Sophia Alexandersson
Nun denn.
00:25:01:11 - 00:25:19:09
Sophia Alexandersson
Ich denke, es ist ziemlich klar, wohin wir uns bewegen. Ich gehe davon aus, dass wir in fünf Jahren in der Lage sein werden, die Remote-Performance-Plattform auf den Markt zu bringen, um sie mit anderen zu teilen. Genau.
Anthony Lockett
Viel Glück dabei.
Sophia Alexandersson
Vielen Dank.
Anthony Lockett
Was ist es mit Ihnen, Thomas?
00:25:19:09 - 00:25:43:18
Thomas Gutt
Ich hoffe wirklich, dass wir in fünf Jahren eine viel tiefere Einbindung von KI in der Fertigung sehen werden, denn ich glaube fest daran, dass sie wirklich hilfreich ist. Und davon werden wir alle stark profitieren. Das werden wir in fünf Jahren sehen.
Anthony Lockett
Und die Leute werden in Ihrem KI-Gym trainieren.
Thomas Gutt
Ja, genau, aber die Leute sind immer noch am Projekt oder an der Arbeit beteiligt.
00:25:43:18 - 00:26:14:14
Thomas Gutt
Das ist der Grund, warum wir diese 5.0 im Titel führen. Denn Industrie 5.0 wird den Menschen, die Arbeitskraft, wieder in den Prozess einbeziehen; wir ersetzen die Menschen nicht durch Roboter. Aber wir ermöglichen eine gute neue Zusammenarbeit zwischen Maschinen, Robotern und Menschen.
Anthony Lockett
Das ist überaus wichtig. Alessandro?
Alessandro Kartsiaklis
Ja. Nun, wir hoffen, dass wir in fünf Jahren den größtmöglichen Markt erreicht haben, zumindest den europäischen, aber auch den internationalen Markt.
00:26:14:16 - 00:26:36:21
Alessandro Kartsiaklis
Wir hoffen, dass wir weiterhin neue Sensoren und neue Werkzeuge, die wir in unsere Lösung integrieren können, aber auch neue Lösungen für Barrierefreiheit und Mobilität im Allgemeinen entwickeln werden, und zwar nicht nur für blinde und sehbehinderte Menschen, sondern für alle, die im täglichen Leben mit Mobilitätsproblemen konfrontiert werden können.
Anthony Lockett
Da eröffnet sich potenziell ein riesiger Markt für Sie.
00:26:37:02 - 00:27:03:15
Alessandro Kartsiaklis
Genau so ist es.
Anthony Lockett
Und denken Sie, dass Sie hier in Europa bleiben und das realisieren können?
Alessandro Kartsiaklis
Wir möchten in den Phasen unserer zukünftigen Entwicklung so viel wie möglich EU-Technologien einbeziehen. Auch im KI-Bereich möchten wir zunächst europäische Modelle ausprobieren und die KI-Strategie der Europäischen Union und der Europäischen Kommission unterstützen.
00:27:03:15 - 00:27:23:11
Alessandro Kartsiaklis
Soweit es uns möglich ist, nehmen wir europäische Modelle, und wenn das nicht möglich sein sollte, stellen wir natürlich die Sicherheit unserer Nutzenden und das Nutzungserlebnis in den Vordergrund.
Anthony Lockett
Vielen herzlichen Dank. Und was meinen Sie dazu?
George Nikolakopoulos
Wir nennen das „Zero Entry Mining“. Das bedeutet, dass Bergwerke betrieben werden, in denen kein Mensch involviert ist; er erhält dort absolut keinen Zutritt.
00:27:23:13 - 00:27:48:10
George Nikolakopoulos
Ich fürchte, dass dies noch nicht in fünf Jahren der Fall sein wird, aber ich stelle mir eine Zukunft vor, in der Bergbaumaschinen autonomer arbeiten, weniger Menschen in Risikobereichen tätig sind, auch die Bergbaumaschinen kleiner sind, die Auswirkungen auf die Umwelt geringer ausfallen und die Mineraliengewinnung absolut sicher und verantwortungsvoll erfolgt.
Anthony Lockett
Okay. Nun denn, ich fürchte, dass unsere Zeit abgelaufen ist.
00:27:48:10 - 00:28:05:04
Anthony Lockett
Wir könnten ganz sicher noch weitere faszinierende Themen behandeln, aber ich möchte unseren Gästen, George, Alessandro, Thomas und Sophia, danken. Vielen Dank, dass Sie dabei waren. Und vielen Dank auch an Sie, dass Sie uns bei dieser Sonderfolge des CORDIScovery-Podcasts zugehört haben. Sie können uns auf Spotify und Apple Podcasts folgen.
00:28:05:04 - 00:28:25:07
Anthony Lockett
Und schauen Sie sich die Podcast-Homepage auf der CORDIS-Website an. Melden Sie sich an, damit Ihnen die spannendsten Forschungsergebnisse der EU-finanzierten Wissenschaft nicht entgehen. Weitere Informationen und Projektbeispiele finden Sie auf der CORDIS-Website, auf der Website der Europäischen Kommission für Forschung und Innovation und in unserem Online-Magazin Horizon.
KI – leistungsstarkes Werkzeug zur Bewältigung der Herausforderungen von heute
Diese Sonderfolge von CORDIScovery kommt direkt von den Europäischen Forschungs- und Innovationstagen(öffnet in neuem Fenster) zu Ihnen. Tauchen wir ein in die Welt der künstlichen Intelligenz und des maschinellen Lernens. Unsere vier bahnbrechenden Projekte kamen alle in den Genuss von EU-Forschungs- und Innovationsfinanzierung. Sie veranschaulichen das transformative Potenzial von künstlicher Intelligenz (KI) und maschinellem Lernen in verschiedenen Sektoren, darunter Gesundheit, Umwelt, Industrie und Kultur. Thomas Gutt ist Direktor für Finanzierungsprojekte und Koordination bei Infineon Technologies(öffnet in neuem Fenster). Er koordiniert das Projekt AIMS5.0, das darauf abzielt, mithilfe von KI die Nachhaltigkeit der europäischen Fertigung zu verbessern, wobei der Schwerpunkt auf umweltfreundlichen Fertigungspraktiken liegt, bei denen die Produktausbeute erhöht und der Energieverbrauch pro Einheit gesenkt wird. George Nikolakopoulos, Koordinator des Projekts PERSEPHONE, ist Professor für Robotik und künstliche Intelligenz in der Robotikgruppe der Abteilung für Systeme und Signale im Fachbereich Informatik, Elektrotechnik und Raumfahrttechnik der Technischen Universität Luleå(öffnet in neuem Fenster) in Schweden. Sophia Alexandersson ist Koordinatorin des Projekts MuseIT. Sie ist Geschäftsführerin und künstlerische Leiterin von ShareMusic and Performing Arts(öffnet in neuem Fenster), einem schwedischen Zentrum für künstlerische Entwicklung und Inklusion. Vor ihrem Hintergrund als Musikerin und Pädagogin, einem Master of Fine Arts von der Königlichen Musikhochschule in Stockholm und einem Postgraduiertenabschluss in Performance und Kommunikation von der Guildhall School of Music and Drama in London engagiert sie sich stark für das Recht aller Menschen auf Kunst und Kultur. Alessandro Kartsiaklis ist Geschäftsführer von NaviBlind(öffnet in neuem Fenster), einem Unternehmen, das Technologien im Zusammenhang mit verbesserter Zugänglichkeit und Mobilität entwickelt, insbesondere zur Unterstützung blinder und sehbehinderter Menschen bei der Navigation und der Lösung alltäglicher Aufgaben.
Wir freuen uns darauf, von Ihnen zu hören!
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