53. Kommerzialisierung der Einführung von Wasserstoff
Hierbei handelt es sich um eine KI-Transkription.
00:00:10:05 - 00:00:16:02
Abigail Acton
Sie hören CORDIScovery.
00:00:16:04 - 00:00:43:19
Abigail Acton
Herzlich willkommen zu dieser Folge von CORDIScovery. Ich bin Abigail Acton und begrüße Sie. Die EU beabsichtigt, bis 2050 in allen Wirtschaftssektoren Netto-Null-Treibhausgasemissionen zu erreichen, aber die Schwerindustrie und der Verkehr lassen sich nur unter Schwierigkeiten direkt elektrifizieren. Daher sind erneuerbarer und emissionsarmer Wasserstoff und seine Derivate als wichtige Instrumente zu betrachten. Noch 2022 ging es um weniger als 2 % unseres Energieverbrauchs, aber
00:00:43:21 - 00:01:13:09
Abigail Acton
bis 2050 wird schätzungsweise rund 10 % des Energiebedarfs der EU mit Wasserstoff gedeckt werden. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir eine stärkere Nachfrage nach diesem Brennstoff schaffen, die Transport- und Speichernetze ausbauen und die erneuerbare, erschwingliche Elektrizität absichern, die zur Erzeugung von kostengünstigem Wasserstoff benötigt wird. All unsere drei heutigen Projekte wurden mit Mitteln aus der EU-Forschungs- und Innovationsfinanzierungsprogrammen unterstützt und haben einige Lösungen zu bieten.
00:01:13:11 - 00:01:31:06
Abigail Acton
Magali Senaux wünscht sich den Tag herbei, an dem die auf der Straße vorbeifahrenden Busse keine Abgase mehr, sondern nur noch ein Tröpfchen Wasser hinterlassen. Sie setzt sich dafür ein, dass möglichst viele europäische Busflotten mit Wasserstoff betrieben werden, und arbeitet daran, die bei ihrer Nutzung bestehenden Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Herzlich willkommen.
00:01:31:08 - 00:01:33:22
Magali Senaux
Hallo, Abigail. Vielen herzlichen Dank für die Einladung.
00:01:33:23 - 00:01:51:16
Abigail Acton
Und ich freue mich, dass Sie heute hier sind. Melanie Lienerth interessiert sich leidenschaftlich für wasserstoffbetriebenes Fliegen, was sie in die Nähe von H2FLY bringt, dem Unternehmen hinter einem Testflug, der vermutlich der erste Vorwärtsflug eines Luftfahrzeugs mit Senkrechtstart und -landung ist, das mit flüssigem Wasserstoff betrieben wird. Hallo, Melanie.
00:01:51:21 - 00:01:53:11
Melanie Lienerth
Ich grüße Sie, Abigail. Vielen Dank, dass Sie mich eingeladen haben.
00:01:53:12 - 00:02:03:00
Abigail Acton
Oh, bitte sehr. Herzlich willkommen. Benedikt Hasibar ist Projektkoordinator von Green Gas Technologies bei der RAG Austria AG, Österreichs größtem Energiespeicherunternehmen.
00:02:03:02 - 00:02:07:08
Abigail Acton
Benedikt arbeitet an der Entwicklung einer effektiven und effizienten Wasserstoffspeicherung. Hallo, Benedikt.
00:02:07:11 - 00:02:09:05
Benedikt Hasibar
Ich grüße Sie. Vielen Dank, dass ich dabei sein kann.
00:02:09:07 - 00:02:27:18
Abigail Acton
Magali, ich wende mich zuerst an Sie. Wasserstoffbetriebene Brennstoffzellenbusse sorgen für saubereren öffentlichen Verkehr, und mit dem Projekt JIVE 2 wird dazu beigetragen, europaweit die Inbetriebnahme von Flotten zu fördern. Wie konnte mit dem Projekt JIVE 2 unterstützt werden, dass Wasserstoffbusse für diejenigen, die mit der Inbetriebnahme neuer Flotten betraut sind, eine realistischere Option darstellen?
00:02:27:20 - 00:03:03:10
Magali Senaux
Ja. Das ist eine gute Frage. Bei JIVE 2 wie auch bei seinem Schwesterprojekt JIVE bestand das ehrgeizige Ziel darin, Wasserstoffbusse zu fördern und dafür zu sorgen, dass aus reinen Demonstrationsfahrzeugen Alltagsrealität wird. Im Rahmen früherer finanzierter Initiativen wurden Wasserstoffbusse erprobt, aber bei JIVE und JIVE 2, die von der Partnerschaft für sauberen Wasserstoff finanziert wurden, ging es erstmals darum, sie in dieser Größenordnung einzusetzen, wobei die Flotten fünf bis zu mehr als fünfzig Busse umfassten.
00:03:03:12 - 00:03:32:23
Magali Senaux
Und das Ziel war ganz klar: Beschleunigung der Kommerzialisierung und des großflächigen Einsatzes von Wasserstoffbussen und deren Einbindung in kommerzielle Flotten. Was ich an den Projekten am interessantesten fand, ist, wie sie dazu beitrugen, die Wahrnehmung zu verändern. Wasserstoffbusse sind nicht kein futuristisches Konzept mehr. Denn sie fahren dort draußen herum. Sie sind auf den Straßen verschiedener europäischer Städte unterwegs und befördern täglich Fahrgäste.
00:03:32:24 - 00:03:37:18
Abigail Acton
Was für hervorragende Neuigkeiten. Können Sie uns ein wenig mehr über die beteiligten Städte und deren Aktivitäten berichten?
00:03:37:20 - 00:03:56:14
Magali Senaux
Ja. Selbstverständlich. Städte wie Barcelona oder Köln sind, neben anderen natürlich, großartige Beispiele für die Auswirkungen des Projekts. Köln beispielsweise war an mehreren EU-finanzierten Projekten beteiligt und verfügt nun über eine der größten Wasserstoffbusflotten Europas.
00:03:56:16 - 00:04:18:23
Magali Senaux
Barcelona ist JIVE 2 beigetreten, nachdem es Teil der Beobachtergruppe für Initiativen war, und als sich die Stadt dem Projekt anschloss, verpflichtete sie sich zur Bereitstellung von zehn Bussen, womit dann dem weiteren Interesse Tür und Tor geöffnet wurde. Nun wurden weitere 38 Wasserstoffbusse bestellt. Das ist fantastisch. Und in Bezug auf Köln erwähnten Sie eine der größten Flotten. Wie viele Busse gibt es in Köln?
00:04:19:00 - 00:04:25:05
Magali Senaux
Innerhalb von JIVE 2 sind es fünfzig Busse. Und jetzt verfügt die Stadt insgesamt über mehr als einhundert Brennstoffzellenbusse.
00:04:25:06 - 00:04:34:03
Abigail Acton
Oh. Das ist wunderbar. Aber gab es auch Hindernisse? Worauf ist das Projektteam gestoßen? Dinge, die im Wege standen. Und wie konnten Sie diese Probleme lösen?
00:04:34:05 - 00:04:44:11
Magali Senaux
Nun. Wenn eine Technologie eingesetzt wird, deren Ökosystem noch nicht ausgereift ist, werden Sie natürlich auf Herausforderungen stoßen.
00:04:44:13 - 00:05:12:00
Magali Senaux
Dabei kann es sich um technische Probleme handeln, die sowohl seitens der Busse bestehen als auch mit der Betankungsinfrastruktur zusammenhängen, die zum Nachtanken der Busse eingerichtet werden muss. Es kamen gleichermaßen Fragen zu den Preisen auf. Rund um die Verfügbarkeit von grünem Wasserstoff. Aber natürlich resultierten all diese Herausforderungen auch darin, dass die beteiligten Interessengruppen dank der Initiative etwas gelernt haben und nun wissen, wie mit ihnen umzugehen und miteinander zu kommunizieren ist.
00:05:12:05 - 00:05:23:14
Magali Senaux
Dieses gesammelte Wissen weiterzugeben und sicherzugehen, dass die Chancen auf Verbesserung genutzt werden, ist für den weiteren Fortschritt von zentraler Bedeutung.
00:05:23:16 - 00:05:31:00
Abigail Acton
Könnten Sie uns ein Beispiel nennen? Wenn wir zum Beispiel an die Herausforderungen beim Tanken denken, gab es da irgendwo einen neuen Weg, damit umzugehen?
00:05:31:02 - 00:05:37:06
Magali Senaux
Ich weiß, dass es viele Diskussionen rund um Systeme gab, die redundant sind.
00:05:37:08 - 00:05:58:02
Magali Senaux
Etwa, um abzusichern, dass für den Fall, dass ein Teil der Ausrüstung ausfällt, ein zweites Teil zur Verfügung steht, das die Versorgung mit Wasserstoff übernehmen kann. Das war zum Beispiel einer der wichtigsten Erkenntnisse, das jetzt mit neuen Projekten umgesetzt wird, um zu gewährleisten, dass dieses Problem angegangen wird.
00:05:58:05 - 00:06:01:12
Abigail Acton
Natürlich, denn Sie möchten nicht, dass plötzlich etwas schief geht und alle auf dem Trockenen sitzen.
00:06:01:13 - 00:06:02:02
Abigail Acton
00:06:02:03 - 00:06:02:15
Magali Senaux
Genau.
00:06:02:16 - 00:06:14:11
Abigail Acton
Ich meine, ich hätte nicht weit von mir entfernt, im Vereinigten Königreich, etwas davon mitbekommen... Erwähnten Sie, dass auch Brighton und Hove beteiligt waren... Was geschah dort? Was wurde unternommen? Können Sie sich daran erinnern?
00:06:14:13 - 00:06:24:13
Magali Senaux
Nun. In Brighton und Hove wurde tatsächlich eine der ersten Tankstellen für Flüssigwasserstoff eingerichtet.
00:06:24:15 - 00:06:55:17
Magali Senaux
Wasserstoff wird vor Ort in flüssiger Form gespeichert und dann zur Busbetankung in Gas umgewandelt. Das Ganze war ein ziemlich großes Projekt, und dieser spezielle Standort und die Busse aus Brighton und Hove gehören ebenfalls zu diesen bisher größten Flotten. Im Rahmen der Projekte befinden sich mehr als fünfzig Busse, Wasserstoffbusse, in dieser Region im Einsatz.
00:06:55:19 - 00:07:11:09
Abigail Acton
Nun, das ist fantastisch. Etwas Insiderwissen am Rande. Ich wohne in Brighton, und ich werde nach diesen Bussen Ausschau halten. Prima. Ich danke Ihnen vielmals. Womit sind Sie am meisten zufrieden, wenn Sie auf das Projekt zurückblicken? Was ist Ihrer Meinung nach die wichtigste Erkenntnis?
00:07:11:09 - 00:07:24:04
Magali Senaux
Ich denke, das Erstaunlichste daran, Teil eines dermaßen großräumigen Projekts zu sein, das so viele verschiedene Bereiche umfasst, war, die Busse im Einsatz zu sehen.
00:07:24:06 - 00:07:48:02
Magali Senaux
Als ich zu dem Projekt stieß, gab es zunächst nur sehr wenige Busse, die sich tatsächlich im Einsatz befanden. Einige waren noch dabei, ihre Busbestellungen abzuschließen, oder warteten auf die Lieferung der Busse. Und im Verlauf des Projekts war es immer eine große Freude, eine Stadt zu besuchen und die Busse zu sehen, sobald ich den Bahnhof verließ – zum Beispiel in Groningen in den Niederlanden.
00:07:48:04 - 00:08:14:13
Magali Senaux
Da ich persönlich über keinen technischen Hintergrund verfüge, habe ich durch diese Projekte viel über Wasserstoff und sein Potenzial für den öffentlichen Verkehr gelernt. Meiner Meinung kommt der Dekarbonisierung des öffentlichen Verkehrs im Zusammenhang mit dem Aufbau einer nachhaltigen Gesellschaft zentrale Bedeutung zu. Wasserstoffbusse bilden eine Möglichkeit dazu, denn sie ersetzen Dieselbusse, und Projekte wie JIVE
00:08:14:13 - 00:08:38:17
Magali Senaux
und JIVE 2 ermöglichen es, den Städten praktische Erfahrungen mit dieser Technologie zu vermitteln. Mit ihnen wird demonstriert, was Wasserstoffbusse leisten können, und sie unterstützen Städte, die sich für Wasserstoffbusse als eine der Technologien für ihre Flotten entscheiden, wirklich sehr bei ihren Bemühungen um Dekarbonisierung.
00:08:38:19 - 00:08:41:17
Abigail Acton
Wunderbar. Super. Und sehr gut erklärt. Vielen Dank.
00:08:41:19 - 00:08:58:18
Abigail Acton
Ich bin mir sicher, dass auch die allgemeine Öffentlichkeit sehr daran interessiert ist, zu erfahren, dass sie in einem wasserstoffbetriebenen Bus sitzt. Das muss doch ziemlich aufregend sein, weil es noch relativ neu ist, oder? Prima. Vielen Dank. Wenn Sie sich, sagen wir, fünf Jahre in die Zukunft versetzen würden, glauben Sie, dass Wasserstoffbusse dann recht allgegenwärtig sein werden?
00:08:58:18 - 00:09:02:18
Abigail Acton
Denken Sie, dass wir viele von ihnen hier zu sehen bekommen werden? Werden sie immer mehr werden?
00:09:02:22 - 00:09:22:12
Magali Senaux
Ich denke, dass es sehr interessant ist, dass die Strategie zur Dekarbonisierung des öffentlichen Verkehrs von Stadt zu Stadt sehr unterschiedlich ist und an die lokalen Anforderungen und Bedingungen angepasst werden muss. Und im Verlauf der Projekte haben wir gesehen, dass Wasserstoffbusse wirklich eine Lösung sein können,
00:09:22:12 - 00:09:46:19
Magali Senaux
insbesondere in Gebieten, in denen batteriebetriebene Elektrobusse die Anforderungen noch nicht erfüllen. Es ist somit möglich, dass in bestimmten Gebieten der Einsatz von Wasserstoffbussen zunehmen wird, da dies gegenwärtig die einzige Lösung ist, die der spezifischen Situation gerecht wird. Ich denke, dass es einen Zuwachs geben wird, vielleicht sogar bei den Reisebussen, die auf größeren Entfernungen unterwegs sind.
00:09:46:21 - 00:09:53:13
Magali Senaux
Das ist auch eine sehr interessante Entwicklung, aber wir werden eine sehr große Mischung sehen. Und natürlich werden auch Wasserstoffbusse Teil dieses Mixes sein.
00:09:53:13 - 00:10:13:20
Abigail Acton
Aber sicher. Nicht zuletzt dank des Projekts JIVE 2 und Ihrer Arbeit. Das haben Sie gut gemacht. Ausgezeichnet. Ich wende mich jetzt Melanie zu. Melanie, Ziel des Projekts HEAVEN war es, ein auf einer Hochleistungsbrennstoffzelle und kryogener Technologie basierendes Triebwerk zu entwerfen, zu entwickeln und zur Flugerprobung in ein bereits existierendes zwei- bis viersitziges Luftfahrzeug zu integrieren.
00:10:14:00 - 00:10:23:02
Abigail Acton
Was ist nötig, Melanie, um von Testflügen zur Einführung in der kommerzielle Luftfahrt zu gelangen? Das ist sicher ein gewaltiger Sprung.
00:10:23:04 - 00:10:51:22
Melanie Lienerth
Ja, das ist es auf jeden Fall. Ich denke, es ist wichtig zu wissen, dass es sich bei der Technologie rund um Brennstoffzellen und flüssigen Wasserstoff um eine Technologie handelt, die den emissionsfreien Flugbetrieb auf Mittelstrecken ermöglicht. Und mit diesem Projekt möchten wir nachweisen, dass emissionsfreies Fliegen nicht nur etwas Theoretisches oder ein Konzept auf Papier, sondern etwas ist, das unter realen Flugbedingungen tatschlich funktioniert.
00:10:51:24 - 00:11:16:02
Melanie Lienerth
Und meiner Meinung nach ist das Spannende an diesem Projekt, dass es noch nie zuvor jemand gemacht hat. Das ist eine echte Weltneuheit. Um Ihnen ein wenig Hintergrundwissen zu vermitteln, kann ich berichten, dass wir von H2FLY bereits 2016 mit dem allerersten wasserstoffbetriebenen Flug bewiesen haben, dass elektrisches Fliegen mit Wasserstoff möglich ist.
00:11:16:02 - 00:11:46:13
Melanie Lienerth
Und auch danach führten wir in der Zeit von 2020 bis 2022 mehrere erfolgreiche Testkampagnen durch. Dazu muss man aber wissen, dass bei all diesen Flügen gasförmiger Wasserstoff zum Einsatz kommt, um sinnvolle Reichweiten zu erzielen, die beispielsweise für die reale kommerzielle Luftfahrt relevant sind. Wir wussten jedoch, dass wir den nächsten Schritt gehen mussten, und der nächste Schritt bedeutete, dass von gasförmigem Wasserstoff als Brennstoff auf flüssigen Wasserstoff umgestiegen werden musste.
00:11:46:15 - 00:11:53:04
Abigail Acton
Ich verstehe. Okay. Das ist verständlich und sehr gut erklärt. Vielen Dank. Worin bestehen die Herausforderungen beim Einsatz von flüssigem Wasserstoff?
00:11:53:06 - 00:12:09:18
Melanie Lienerth
Ja, selbstverständlich, lassen Sie mich das erklären. Am besten fangen wir damit an, den Unterschied zwischen gasförmigem und flüssigem Wasserstoff zu erklären, denn dann wird deutlich, warum die Betankung so einzigartig ist und warum wir von gasförmigem auf flüssigen Wasserstoff umsteigen möchten.
00:12:09:19 - 00:12:11:24
Abigail Acton
Bitte berichten Sie.
00:12:12:01 - 00:12:36:12
Melanie Lienerth
Wird Wasserstoff als Gas gespeichert, weist er eine sehr geringe Energiedichte pro Volumen auf, was bedeutet, dass sehr große Hochdrucktanks benötigt werden, um ihn zu speichern. Das Problem ist jedoch, dass diese Tanks sehr viel Platz benötigen. Im Zusammenhang mit Luftfahrzeugen würde das bedeuten, dass wir Nutzlast, zum Beispiel Fluggastsitze, opfern würden.
00:12:36:14 - 00:12:52:19
Melanie Lienerth
Wird nun Wasserstoff auf unterhalb von -252 Grad Celsius abgekühlt, dann wird er flüssig, und flüssiger Wasserstoff ist viel dichter als gasförmiger Wasserstoff. Auf diese Weise lässt sich auf gleichem Raum wesentlich mehr Energie speichern.
00:12:52:19 - 00:12:55:08
Abigail Acton
Aber die Umgebung muss dann sehr, sehr, sehr kalt gehalten werden?
00:12:55:10 - 00:13:10:18
Melanie Lienerth
Genau auf -252°C. Das ist tatsächlich superkalt. Aber für den Luftverkehr ist das ein großer Durchbruch, denn somit kann über längere Flüge nachgedacht und können letztlich größere Flugzeuge eingesetzt werden.
00:13:10:20 - 00:13:13:16
Melanie Lienerth
Das ist das Grundwissen, das man kennen sollte.
00:13:13:17 - 00:13:27:07
Abigail Acton
Das hilft wirklich. Damit ist der Kontext festgelegt. Und das ist wirklich eine kalte Sache. Die offensichtlich schwierige Frage stellt sich hier in Bezug auf die Kühlung. Was wurde unternommen, um den Wasserstoff auf der Temperatur zu halten, die nötig ist, damit er flüssig bleibt?
00:13:27:09 - 00:13:52:03
Melanie Lienerth
Nun. Es gibt mehrere Herausforderungen, die wir meistern müssen, sowohl was den Tank als auch was den Betankungsprozess selbst betrifft. Sie müssen wissen, dass, sobald Sie damit beginnen, den flüssigen Wasserstoff umzufüllen, sich eine kleine Menge natürlich erwärmt und zu Gas verdampft. Und dieses Gas baut Druck im Tank auf. Wir möchten aber nicht, dass dieser Druck im Tank bleibt.
00:13:52:05 - 00:14:06:17
Melanie Lienerth
Deshalb verwenden wir eine sogenannte Entlüftungsmasse. Diese Entlüftungsmasse setzt dieses Gas auf sichere Weise frei. Und das Gas befindet sich hoch über dem Flugzeug, wo es sich verteilen kann. Das ist die eine Sache.
00:14:06:20 - 00:14:08:02
Abigail Acton
Und die Angelegenheit mit der Kälte?
00:14:08:04 - 00:14:24:24
Melanie Lienerth
Nun. Auch für die kalte Sache gibt es eine Lösung. Wir müssen den Wasserstoff kalt halten, während wir ihn aus dem Lageranhänger in den Flugzeugtank befördern, und dafür verwenden wir, so einfach das auch klingen mag, sehr stark isolierte Rohrleitungen.
00:14:25:01 - 00:14:45:21
Melanie Lienerth
Das ist schon die ganze Sache, beim Umfüllen vom Lagerbehälter in den Tank. Was nun den Behälter angeht, also den Tank am Flugzeug selbst, der die Flüssigkeit enthält und dem kein unnötiges Gewicht hinzugefügt werden soll, verwenden wir eine Bauform, die ein wenig an eine Thermosflasche erinnert. Die, in die Sie zum Beispiel Ihren heißen Tee einfüllen.
00:14:45:23 - 00:15:05:16
Melanie Lienerth
Da haben wir einen inneren Tank. Und einen äußeren Behälter. Und zwischen dem inneren und dem äußeren Tank herrscht Vakuum. Und außerdem gibt es eine mehrschichtige Isolierung dazwischen. Dank dieses Tankkonzepts können wir den Brennstoff kalt halten, ohne eine aktive Kühlung hinzuzufügen.
00:15:05:19 - 00:15:11:19
Abigail Acton
Verstehe. Sie müssen viele Durchläufe gebraucht haben, um den Tank und eine Methodik zu entwickeln, die tatsächlich funktioniert.
00:15:11:19 - 00:15:15:06
Abigail Acton
Und sie müssen doch begeistert gewesen sein, als Sie sahen, dass es tatsächlich möglich ist.
00:15:15:08 - 00:15:33:13
Melanie Lienerth
Oh ja, definitiv. Auch immer dann, wenn es um Wiederholungen und Sicherheit geht, werden viele Tests durchgeführt, bevor ein solches Tanksystem in ein Flugzeug eingebaut wird. Da laufen viele Versuche im Labor. Alles muss nachgewiesen werden. Gibt es undichte Stellen? Kühlt es wirklich so,
00:15:33:15 - 00:15:41:12
Melanie Lienerth
wie es kühlen soll? Bevor ein solches System überhaupt in ein Flugzeug integriert und zum Fliegen genutzt werden kann, müssen wirklich viele Tests durchgeführt werden.
00:15:41:12 - 00:15:47:09
Abigail Acton
Ist es denn dem Projektteam nach all diesen Tests tatsächlich gelungen, ein Flugzeug mit flüssigem Wasserstoff fliegen zu lassen?
00:15:47:11 - 00:15:56:16
Melanie Lienerth
Ja, ist es. Definitiv. Und ich glaube, das ist es, was mich an diesem Projekt am meisten begeistert, dass es wirklich in dieser echten Weltneuheit mündete, über die ich vorhin berichtete.
00:15:56:16 - 00:16:22:00
Melanie Lienerth
Wir konnten mit diesem mit flüssigem Wasserstoff betriebenen Elektroflugzeug tatsächlich mehrere Flüge absolvieren, die ersten Flüge weltweit überhaupt. Und ich denke, was ich Ihnen aus meiner persönlichen Erfahrung heraus sagen kann, und ich war vor Ort und bin auch kein Mensch der Technik, genau wie Magali, aber als ich das Flugzeug starten sah und es dann beobachtete, wie es reibungslos fliegt und sicher landet:
00:16:22:02 - 00:16:39:08
Melanie Lienerth
Das war ein unglaublich bedeutsamer Moment für das gesamte Team. Ich denke, das Flugzeug in der Luft zu sehen, war der greifbarste Beweis, den man sich für das von uns entwickelte Konzept nur wünschen konnte. Und ja, es beweist, dass die ganze Sache unter realen Flugbedingungen tatsächlich funktioniert.
00:16:39:13 - 00:16:47:04
Abigail Acton
Wunderbar. Ich danke Ihnen vielmals. Das haben Sie wirklich sehr gut erklärt. Wissen Sie, Sie und Magali arbeiten beide an etwas sehr Ähnlichem, das weit über den Begriff Wasserstoff und Verkehr hinausgeht.
00:16:47:04 - 00:17:08:10
Abigail Acton
Sie beide bringen eine bahnbrechende Technologie in einen Kontext ein, in dem die bisherige Technologie fest verankert ist, um die Dinge auf die richtige Weise zu erledigen. Wenn Sie darüber nachdenken, Melanie, was ist denn Ihrer Meinung nach der Teil der bahnbrechenden Technologie, dessen Umsetzung für die kommerzielle Luftfahrt zur größten Herausforderung werden wird?
00:17:08:10 - 00:17:12:10
Abigail Acton
Was meinen Sie, worüber werden sie sich wirklich noch den Kopf zerbrechen?
00:17:12:12 - 00:17:33:16
Melanie Lienerth
Meiner Meinung nach wird es nicht die Technologie sein. Ich sehe, dass viele Menschen diese Technologie als eine große technische Herausforderung betrachten, die wahrscheinlich die größte Schwierigkeit dabei darstellt, wenn es um kommerzielle Anwendungen geht. Ich denke jedoch, dass es die größere Herausforderung sein wird, über genügend grünen Wasserstoff als Brennstoff zu verfügen.
00:17:33:18 - 00:17:45:13
Abigail Acton
Wissen Sie, ich bin sehr froh, dass Sie das angesprochen haben. Das ist fantastisch, und ich lasse Sie Ihren Satz in einer Sekunde vervollständigen. Aber Benedikt, Sie nicken doch, stimmt‘s? Ich werde mich in einer Sekunde an Sie wenden, um über Speicherung zu sprechen. Genau. Entschuldigung, fahren Sie bitte fort, Melanie. Ausreichend grüner Wasserstoff.
00:17:45:14 - 00:18:00:00
Melanie Lienerth
Nun, ja. Wir brauchen einfach ausreichende Mengen grünen Wasserstoff. Wir müssen unsere Kapazitäten im Bereich der erneuerbaren Energien weiter ausbauen, um über genügend grünen Wasserstoff zu verfügen, der gebraucht wird.
00:18:00:00 - 00:18:11:09
Melanie Lienerth
Wenn wir die beste Technologie gefunden haben, können wir hundertmal beweisen, dass sie funktioniert, aber wir brauchen den Brennstoff Wasserstoff dazu und wir brauchen auch die Infrastruktur am Flughafen.
00:18:11:09 - 00:18:18:20
Abigail Acton
Und wenn wir von sauberem Wasserstoff sprechen, meinen wir natürlich mit sauberem Strom aus erneuerbaren Energien erzeugten Wasserstoff. Das ist es, was Sie meinen.
00:18:18:22 - 00:18:20:02
Melanie Lienerth
Genau das.
00:18:20:04 - 00:18:44:14
Abigail Acton
Weil wir von sauberem und grünem Wasserstoff gesprochen haben. Dann müssen wir klären, dass das bedeutet, dass Strom genutzt wird, der sauber und umweltfreundlich ist. Wunderbar. Vielen Dank, Melanie, und nun Benedikt. Genau. Eine gute Zeit für Sie, um einzusteigen. Wenn wir über die Infrastruktur sprechen, die gebraucht wird, dann führt das ganz geschickt zu Ihnen hin. Mit dem Projekt EUH2STARS wird die Effizienz der unterirdischen Wasserstoffspeicherung in ausgeförderten porösen Erdgaslagerstätten demonstriert.
00:18:44:14 - 00:18:51:01
Abigail Acton
Also Benedikt. Warum, und ich denke, wir haben einen guten Einstieg in diese Frage gefunden, war die Arbeit des Projekts derart wichtig?
00:18:51:03 - 00:19:11:21
Benedikt Hasibar
Nun, das Schöne an Wasserstoff ist, dass er ein Energieträger ist, der in großen Mengen über lange Zeiträume speicherbar ist, was wir in einem zukünftigen System aus erneuerbaren Energien brauchen werden. Denn in den Sommermonaten muss die Erzeugung erneuerbarer Energien schon jetzt gedrosselt werden.
00:19:11:21 - 00:19:52:12
Benedikt Hasibar
Sie werden abgeschaltet, anstatt für Zeiten gespeichert zu werden, in denen ein gewaltiger Bedarf an Energie besteht. Und hier kann Wasserstoff eine sehr wichtige Lösung darstellen. Dabei speziell die Speicherung von Wasserstoff. Was mich wirklich freut, ist, dass wir mit unserem Projekt EUH2STARS nicht nur zeigen, wie wichtig die Wasserstoffspeicherung für das Gesamtsystem ist, sondern dass wir mit unserer Demonstrationsanlage in Oberösterreich die weltweit erste unterirdische Wasserstoffspeicherung in einer ausgeförderten Gaslagerstätte betreiben. Deshalb ist sie einzigartig und besonders.
00:19:52:14 - 00:20:00:24
Benedikt Hasibar
Und ja, ich finde es sehr gut, dass wir nicht nur in PowerPoint-Präsentationen vorführen, wie toll das Ganze funktionieren würde, sondern dass wir es auch tatsächlich realisieren.
00:20:01:02 - 00:20:12:12
Abigail Acton
Genau. Sie verfügen faktisch über einen Machbarkeitsnachweis. Den gibt es. Genau. Und ich mag all diese Weltneuheiten. Sehr gut. Prima. Worin bestehen denn nun die Herausforderungen bei der Speicherung von Wasserstoff in bereits vorhandenen Gasspeichern?
00:20:12:14 - 00:20:17:23
Benedikt Hasibar
Nun, vielleicht beschreibe ich zunächst, wie das Ganze ausschaut.
00:20:17:23 - 00:20:18:18
Abigail Acton
Ja. Bitte berichten Sie.
00:20:18:18 - 00:20:35:01
Benedikt Hasibar
Zum einen: Es ist kein Behälter. Es handelt sich nicht um einen in der Erde vergrabenen Tank oder eine große Höhle oder etwas Ähnliches. Es handelt sich um Sandstein in 1 000 m Tiefe, in den ein Bohrloch getrieben wird. Zuerst befand sich Erdgas darin.
00:20:35:05 - 00:21:04:13
Benedikt Hasibar
Wir wissen somit bereits, dass dieser Speicher gasdicht ist, sodass das Gas nicht entweichen kann. Und jetzt, wo das Erdgas ausgefördert ist, können wir diese geologische Formation nutzen, um Wasserstoff darin zu speichern. Bei Erdgas wird das schon seit einigen Jahren derart gehandhabt, dass Erdgas in bestimmten Mengen speicherbar ist. Und wir haben es im Winter noch einmal versucht, und beweisen nun, dass es auch für Wasserstoff möglich und realisierbar ist.
00:21:04:16 - 00:21:15:00
Abigail Acton
Verstehe. Das ist wunderbar. Erklären Sie mir, wie das funktioniert? Wird der Wasserstoff hinein und dann wieder herausgepumpt? Berichten Sie ein wenig über das Hin und Her und die dafür nötige Infrastruktur.
00:21:15:02 - 00:21:23:14
Benedikt Hasibar
Nun, das ist so. Zunächst einmal muss der Wasserstoff irgendwoher kommen, vielleicht durch Importe, vielleicht durch Elektrolyse
00:21:23:16 - 00:21:43:15
Benedikt Hasibar
direkt aus der Anlage. Und dann komprimieren wir den Wasserstoff. Wir pumpen ihn nach unten, und um ihn wieder herauszuholen, öffnen wir das Ventil ganz langsam und entnehmen den Wasserstoff. Auf diese Weise können wir die Energie aus Zeiten, in denen viel Energie vorhanden ist, in Zeiten verlagern, in denen wir die Energie brauchen.
00:21:43:17 - 00:21:57:23
Abigail Acton
Ich verstehe. Es könnte vielleicht sogar als Äquivalent zum Wasser betrachtet werden. Der Brunnen wird gefüllt und danach wird wieder Wasser abgezapft. Schön. Aber es hat dabei gewiss etliche technische Herausforderungen gegeben. Können Sie uns ein wenig über einige der Probleme erzählen, die das Projektteam überwinden musste oder noch bearbeitet, da es sich um ein noch laufendes Projekt handelt?
00:21:58:00 - 00:22:25:00
Benedikt Hasibar
Aber ja. Nun, wir sind in technischer Hinsicht sehr zuversichtlich. Wir verfügen über viel Know-how zu diesem Thema und konnten es hier anwenden. Gerade jetzt sind wir mit der Entwicklung von Sicherheitsnormen beschäftigt, damit alle wissen, was zu tun ist. Wir entwickeln außerdem Pläne für größere Anlagen, da es sich hier um einen Demonstrator mit einer Kapazität von 1 Mio. m³ Wasserstoff handelt, was recht groß ist,
00:22:25:00 - 00:22:41:23
Benedikt Hasibar
ja, aber im Endeffekt brauchen wir noch größere Anlagen. Und wir sind dabei, Entwürfe für Speicherstätten in ganz Europa zu erarbeiten. Das Schöne an diesem Projekt ist, dass es nicht nur für uns ist. Es geht um die gesamte Gesellschaft.
00:22:41:23 - 00:22:43:15
Abigail Acton
Sie verbreiten die gute Botschaft.
00:22:43:17 - 00:22:44:21
Benedikt Hasibar
Auf alle Fälle.
00:22:44:23 - 00:22:48:07
Abigail Acton
Schön. Und gibt es noch andere Gebiete, die Interesse zeigen?
00:22:48:07 - 00:22:51:18
Abigail Acton
Konnten Sie Standorte für andere Regionen und Orte festlegen?
00:22:51:20 - 00:23:07:05
Benedikt Hasibar
Ja. Im Rahmen unseres Projekts sind wir elf Partner aus fünf Ländern in Europa. Und in vier dieser Länder kennen wir bereits Standorte, an denen eine europäische Wasserstoffspeicheranlage gebaut werden könnte.
00:23:07:08 - 00:23:09:20
Abigail Acton
Sehr gut. Sie haben Standorte ermittelt, die funktionieren könnten.
00:23:09:22 - 00:23:16:05
Benedikt Hasibar
Genau. Das, ja, und wir führen auch die Planung für den Bau innerhalb dieses Projekts aus.
00:23:16:08 - 00:23:31:05
Abigail Acton
Das ist wunderbar. Super. Ich danke Ihnen vielmals. Und wie bei den beiden anderen wunderbaren Gästen, die wir heute haben, ist das Ganze wieder sehr praktisch, und das ist einfach ausgezeichnet. Es ist keine Theorie. Sie sorgen dafür, dass dies als Teil des Mixes aus erneuerbaren Energien besser eingebunden wird. Schön.
00:23:31:05 - 00:23:31:16
Benedikt Hasibar
Genau.
00:23:31:18 - 00:23:35:15
Abigail Acton
Ich möchte wieder die Frage stellen, die ich schon vorhin gestellt habe.
00:23:35:16 - 00:23:50:17
Abigail Acton
Ich bin sehr neugierig darauf, eine Vorstellung davon zu bekommen, wie die Zukunft aussehen könnte. Was denken Sie? Werden wir Ihrer Meinung nach in fünf, zehn Jahren Wasserstoff als Teil des gesamten Energiemixes einsetzen? Was sagt Ihr Gefühl? Es wird natürlich mehr werden, will ich meinen.
00:23:50:19 - 00:23:55:06
Benedikt Hasibar
Genau. Nun, ich denke, das ist sonnenklar.
00:23:55:08 - 00:24:18:13
Benedikt Hasibar
Wasserstoff wird auch bereits jetzt genutzt. Und der graue Wasserstoff, also der nicht ganz so grüne, den wir jetzt verwenden, wird durch grünen Wasserstoff ersetzt werden. Zudem wird noch mehr Wasserstoff in Bereichen eingesetzt werden, in denen eine Elektrifizierung nicht problemlos möglich ist. Und die Wasserstoffspeicherung als Teil der gesamten Wasserstoffinfrastruktur wird ein wichtiges Puzzleteil des zukünftigen Energiesystems sein.
00:24:18:15 - 00:24:35:23
Abigail Acton
Definitiv. Denn sonst hätten wir nicht unsere wunderbaren neuen Flugzeuge, die am Start sind, und keine wunderschönen neuen Busse, die in den Städten herumfahren. Alles klar. Ich danke Ihnen vielmals für Ihre Zeit. Sie alle haben die von Ihnen geleistete Arbeit wirklich sehr gut erklärt, und dadurch wird Wasserstoff als größerer Bestandteil des Energiemixes viel greifbarer.
00:24:35:23 - 00:24:37:06
Abigail Acton
Ich danke Ihnen vielmals.
00:24:37:08 - 00:24:37:20
Benedikt Hasibar
Vielen Dank.
00:24:38:00 - 00:24:38:23
Magali Senaux
Ich danke Ihnen vielmals.
00:24:39:04 - 00:24:40:01
Melanie Lienerth
Vielen Dank.
00:24:40:03 - 00:24:47:05
Abigail Acton
Gern geschehen. Es war mir ein Vergnügen, Sie heute bei mir begrüßen zu dürfen. Auf Wiederhören.
00:24:47:07 - 00:25:10:24
Abigail Acton
Wenn Ihnen dieser Podcast gefallen hat, folgen Sie uns auf Spotify und Apple, und besuchen Sie die Podcast-Homepage auf der CORDIS-Website. Melden Sie sich an, damit Ihnen nicht die spannendsten Forschungsergebnisse der EU-finanzierten Wissenschaft entgehen. Und wenn Ihnen das Zuhören Freude bereitet hat, dann erzählen Sie es doch bitte weiter. Wir haben über die Parasiten, die den Krill befallen, und darüber, was sie uns über die biologische Vielfalt unserer Ozeane verraten, und den Druck eines Hauses gesprochen.
00:25:11:01 - 00:25:32:18
Abigail Acton
In unseren 52 Folgen ist bestimmt etwas dabei, das Ihre Neugierde wecken wird. Vielleicht möchten Sie wissen, was im Rahmen weiterer EU-finanzierter Projekte unternommen wird, um die Einführung von Wasserstoff zu fördern. Die CORDIS-Website verschafft Ihnen einen Einblick in die Ergebnisse der innerhalb von Horizont 2020 und Horizont Europa finanzierten Projekte, die sich mit diesem Bereich beschäftigen. Seien Sie willkommen und entdecken Sie die Forschung, die offenbart, wie unsere Welt tickt.
00:25:32:20 - 00:25:40:00
Abigail Acton
Wir freuen uns stets darauf, von Ihnen zu hören. Schreiben Sie uns eine Nachricht an editorial@cordis.europa.eu. Bis zum nächsten Mal.
Das Gesamtpotenzial von Wasserstoff aus grünen Stromquellen ausschöpfen
Die EU beabsichtigt, bis 2050 in allen Wirtschaftssektoren Netto-Null-Treibhausgasemissionen zu erreichen. Eine direkte Elektrifizierung der Schwerindustrie und des Verkehrssektors stellt jedoch eine Herausforderung dar. Daher sind erneuerbarer und emissionsarmer Wasserstoff und seine Derivate als wichtige Instrumente in diesem Bereich zu betrachten. Ausgehend von weniger als 2 % unseres Verbrauchs 2022 wird bis 2050 schätzungsweise rund 10 % des Energiebedarfs der EU mit Wasserstoff gedeckt werden. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir eine stärkere Nachfrage nach diesem Brennstoff schaffen, die Transport- und Speichernetze ausbauen und die erneuerbare, erschwingliche Elektrizität absichern, die zur Erzeugung von kostengünstigem Wasserstoff benötigt wird. Unsere drei heutigen Projekte wurden alle mit Mitteln aus der EU-Forschungs- und Innovationsfinanzierung unterstützt und haben einige Lösungen zu bieten. Magali Senaux(öffnet in neuem Fenster), leitende Beraterin und Projektmanagerin bei Environmental Resources Management Limited(öffnet in neuem Fenster), wünscht sich den Tag herbei, an dem die auf der Straße vorbeifahrenden Busse keine Abgase mehr, sondern nur noch ein paar Tröpfchen Wasser hinterlassen. Bei der Mitarbeit am Projekt JIVE 2 hat sie dazu beigetragen, uns der Erfüllung dieses Wunsches näherzubringen. Melanie Lienerth(öffnet in neuem Fenster) interessiert sich leidenschaftlich für wasserstoffbetriebenes Fliegen, was sie in die Nähe von H2FLY(öffnet in neuem Fenster) bringt, dem Unternehmen hinter einem Testflug, der vermutlich der erste Vorwärtsflug eines Luftfahrtzeugs mit Senkrechtstart und -landung ist, das mit flüssigem Wasserstoff betrieben wird. Sie erkundete diese Idee im Rahmen des Projekts HEAVEN. Benedikt Hasibar(öffnet in neuem Fenster) ist Projektkoordinator von Green Gas Technologies bei der RAG Austria AG(öffnet in neuem Fenster), Österreichs größtem Energiespeicherunternehmen. Benedikt arbeitet innerhalb des Projekts EUH2STARS an der Entwicklung einer effektiven und effizienten Wasserstoffspeicherung.
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