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Neue Maßstäbe in der europäischen Forschung durch kooperative Innovation setzen

Mit einem Arsenal an Lernlabors, Bildungsinstrumenten und Innovations-Challenges baut IP4OS ein nachhaltiges Forschungsökosystem auf, in dem ein nahtloser disziplin- und sektorübergreifender Wissenstransfer stattfindet, um den Nutzen für die Allgemeinheit zu maximieren.

Das EU-finanzierte Projekt IP4OS(öffnet in neuem Fenster) verändert die Art und Weise, wie Forschung genutzt wird. Das oberste Ziel des 2025 gestarteten Projekts besteht darin, Fachleuten und Einrichtungen dabei zu helfen, das volle Potenzial von FAIR-Forschungsergebnissen zu erschließen – diese sollen also auffindbar, zugänglich, interoperabel und wiederverwendbar werden –, um so greifbare Vorteile für die Gesellschaft, die Wirtschaft und die Umwelt zu erzielen. Durch die Förderung einer nachhaltigen und kooperativen europäischen Forschungslandschaft wird IP4OS für einen über disziplinäre und sektorale Grenzen hinausgehenden Wissenstransfer sorgen, um Innovationen zu beflügeln und Europas Spitzenposition auf dem Weltmarkt zu sichern.

Forschungskapazitäten aufbauen

Zu diesem Zweck hat das Projekt ein praxisorientiertes Programm für den Kapazitätsaufbau initiiert, das sich an Universitäten, Forschungsinstitute und andere Forschungseinrichtungen richtet. Das Programm unterstützt diese Organisationen bei der Anwendung eines konzertierten Konzepts für geistiges Eigentum (IP) und offene Wissenschaft (OS), um Forschungsergebnisse, Daten und Know-how in praktische, marktreife Lösungen von sozialem und wirtschaftlichem Wert zu überführen. Auf der Grundlage des Synergie-Forschungsplans von IP4OS (Synergy Core Curriculum) und des im Synergie-Rahmen(öffnet in neuem Fenster) gebündelten Wissen gibt das Programm Einrichtungen die erforderlichen Instrumente und Kooperationsstrukturen an die Hand, um die Grundsätze des geistigen Eigentums und der OS in eine nachhaltige Verfahrensweise zu übertragen. Das Programm stützt sich auf zwei einander ergänzende Säulen. Das Pilot Learning Lab bietet eine handlungsorientierte Berufsausbildung, in dem multiprofessionelle Teams in drei intensiven Sitzungen reale institutionelle Herausforderungen angehen, während zwischenzeitlich praktische Feldforschung betrieben wird. Der „fehlersicher“ ausgelegte Experimentierraum ermöglicht es Institutionen, ein klares Rollenverständnis zu erlangen, Kooperationsmechanismen zu erproben und konkrete Zukunftspläne zu schmieden. Ergänzend zu diesem praxisnahen Ansatz veröffentlicht IP4OS frei wiederverwendbare Module für die berufliche Vertiefung und eine umfassende Toolbox auf Zenodo(öffnet in neuem Fenster). Die Module bieten Einblicke von europäischen Fachleuten aus den Bereichen Bibliothekswesen, Technologietransfer, Forschungsmanagement und Datenverwaltung. Die Toolbox gibt Teams praktische Instrumenten an die Hand, darunter etwa die Wissensvalorisierungsrubrik, die FAIR-R²L-Rubrik und ein spezieller Leitfaden für multiprofessionelle Teams und Konsultationen. Alle frei verfügbaren Materialien sind auf verschiedene Gruppen zugeschnitten – für Fachleute in den Bereichen Forschung und geistiges Eigentum bis hin zum Bibliothekswesen, der Datenverwaltung und der Berufsbildung –, und können an lokale Gegebenheiten angepasst werden. Als operatives Rückgrat der europaweiten Maßnahmen von IP4OS soll das Programm multiprofessionelle Teams in der gesamten EU ausbilden und eine lebendige paneuropäische praxisorientierte Gemeinschaft in Forschung und Innovation fördern. Einrichtungen, die nicht an dem Pilotprojekt teilnehmen, sind dazu eingeladen, diese Ressourcen zu erkunden und sich der IP4OS-Gemeinschaft anzuschließen, um gemeinsam Fortschritte voranzubringen.

Eine erweiterte Challenge

Um sein Engagement für praktische Innovationen zu untermauern, hat IP4OS (IP4OS Unpacking the possibilities of Intellectual Properties for Open Science) eine Challenge für offene Innovationen(öffnet in neuem Fenster) ins Leben gerufen, die etablierten und ambitionierten multiprofessionellen Teams in ganz Europa offen steht, damit gemeinsam KI-gestützte Lösungen an der kritischen Management-Schnittstelle zwischen offener Wissenschaft und geistigem Eigentum entwickelt werden können. Diese Initiative schafft eine einzigartige Plattform für die Anwendung von IP4OS-Methoden in realen Szenarien und befähigt die Teilnehmenden dazu, dem europäischen Dialog über die Valorisierung von Forschungswissen Gestalt zu geben und gleichzeitig die komplexen Herausforderungen der modernen Forschungslandschaft anzugehen. Die Frist für die Einreichung von Vorschlägen endet im Juni 2026. Weitere Informationen: Website des IP4OS-Projekts(öffnet in neuem Fenster)

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