Weiterentwicklung der Batterietechnologie für Elektrofahrzeuge und Flugzeuge
Das EU-finanzierte Projekt RESiLiTE(öffnet in neuem Fenster) hat vor kurzem Batteriezellenmuster erhalten. Diese Lieferung ist ein wichtiger Schritt hin zum Ziel des Projekts, bahnbrechende Batterielösungen für Elektrofahrzeuge (EVs) – und später auch für Flugzeuge – zu entwickeln. Das im Juli 2025 gestartete Projekt RESiLiTE will Batteriepacks entwickeln, die nicht nur eine höhere Energiedichte aufweisen, sondern auch einen größeren Betriebstemperaturbereich besitzen und thermisch effizienter, sicherer und nachhaltiger sind. Mit der steigenden Nachfrage nach Elektrofahrzeugen und Flugzeugen stoßen die derzeitigen Batteriepacks an ihre Grenzen in Bezug auf Energiedichte, Sicherheit und Effizienz. Solche Faktoren sind für eine größere Reichweite, schnelleres Aufladen und eine höhere Zuverlässigkeit unerlässlich. Diese Verbesserungen werden dazu beitragen, die Einführung klimaneutraler Mobilität und erneuerbarer Energiespeicherung in der EU zu beschleunigen und somit dem europäischen Grünen Deal Vorschub zu leisten. Im Zuge der Verfolgung dieser Ziele fördert RESiLiTE auch die weiter gefasste Vision der BATT4EU-Partnerschaft(öffnet in neuem Fenster), die darauf abzielt, eine wettbewerbsfähige, nachhaltige und kreislauforientierte europäische Batterie-Wertschöpfungskette für Elektromobilität und stationäre Anwendungen zu schaffen. Eine solche Wertschöpfungskette wird dazu beitragen, den Wandel hin zu einer klimaneutralen Gesellschaft voranzubringen.
Generierung von Daten für optimierte Batterien
Die Batteriezellenmuster wurden in den Einrichtungen des RESiLiTE-Projektkoordinators Kautex Textron in Bonn entgegengenommen und werden derzeit beim Projektpartner RWTH Aachen getestet. Der Testprozess wird dem Projektteam wichtige Daten liefern, die es ihm ermöglichen, die Sensor- und Steuerungsmechanismen des Batteriemanagementsystems zu verfeinern. Wie in einer Pressemitteilung(öffnet in neuem Fenster) auf „Automotive Powertrain Technology International“ berichtet, stellt die Sicherung dieser Muster einen entscheidenden Meilenstein dar und dient als Grundlage für die Optimierung der Lade- und Entladezyklen von Batterien bei hohen C-Raten. Diese Optimierung gewährleistet einen effizienten Betrieb, schützt die Batterie vor Beschädigungen und erhält ihre operationelle Betriebsdauer. Seit dem Start des Projekts Mitte 2025 wurden bedeutende Fortschritte erzielt. Dem Projektteam gelang es, die technischen Systemanforderungen für die Batteriepacks zu definieren. Darüber hinaus befasste sich die Forschungsgruppe von RESiLiTE mit der Fahrzeug- und Batteriearchitektur sowie mit der Konstruktion und Dimensionierung des gesamten Batteriepacks. Schließlich werden auch das Batteriemanagementsystem, die Sicherheitsfunktionen und die Schnellladefähigkeit des Batteriepacks entwickelt. Im Jahr 2026 wird sich RESiLiTE auf die Festlegung des Designs und die Architektur des Batteriepacks konzentrieren. „Das Projekt ist auf Kurs, alle seine KPIs zu erreichen, indem ein Prototyp entwickelt wird, der für die Industrialisierung bereit ist“, kommentiert Stefano Piacquadio, Entwicklungsingenieur bei Kautex Textron, in der gleichen Pressemitteilung. „Gemeinsam mit unseren Partnern treiben wir den Stand der Technik bei Batteriepack-Technologien voran und entwickeln industrialisierbare Architekturen mit außergewöhnlicher Packaging-Effizienz, hoher C-Rate-Kapazität sowie fortschrittlicher Diagnostik zur Unterstützung dieser Innovationen.“ Das RESiLiTE-Projekt (Robust, Economical, Silicon-rich, Lightweight and Thermally Eficient battery packs) endet Mitte 2028. Weitere Informationen: RESiLiTE-Projektwebsite(öffnet in neuem Fenster)