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Klimaneutralität: Wie die Ziele des europäischen Grünen Deals erreicht werden können

Die Europäische Union hat sich dazu verpflichtet, bis 2050 CO2-Neutralität zu erreichen. Diesen Schritt müssen wir gehen, wenn wir einen gefährlichen Klimawandel vermeiden wollen, indem wir die Erderwärmung auf deutlich unter 2 °C begrenzen und die Anstrengungen fortsetzen, sie auf 1,5 °C zu beschränken, wie es die Nationen der Welt im Übereinkommen von Paris vereinbart haben. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, müssen jetzt entschlossene Maßnahmen ergriffen werden. Im Rahmen von Horizont 2020 finanzierte Forscherinnen und Forscher haben Modelle und Instrumente entwickelt, die Kosten, Risiken, Kompromisse und positive Nebeneffekte von politischen Maßnahmen und Investitionen abschätzen und auf diese Weise Behörden und Unternehmen dabei unterstützen können, die richtigen Schritte zu einem klimaneutralen Kontinent zu unternehmen.

Klimawandel und Umwelt
Gesellschaft
Energie
© European Union, 2020

CO2-Neutralität ist nur über Netto-Null-Emissionen von Treibhausgasen, wie etwa Kohlenstoffdioxid (CO2), zu erreichen. Dies stellt zwar kein unerreichbares Ziel dar, allerdings ist hierfür eine tiefgreifende Umgestaltung der Sektoren und Gesellschaften, die die meisten Emissionen verursachen, erforderlich. Ein massiver Rückgang bei der Nutzung fossiler Brennstoffe, umweltfreundlichere Technologien, saubererer Verkehr, eine effizientere Wirtschaftsstruktur, die sich auf Kreisläufe stützt, sowie ein enormer Kapazitätsausbau im Bereich erneuerbare Energie sind maßgeblich für den Erfolg bei diesem Vorhaben. Zur Bewältigung dieser Herkulesaufgabe bedarf es anhaltender Unterstützung aus der Bevölkerung. Und natürlich muss eine solche Umstellung auch finanziert werden.

Vorwärts mit dem europäischen Grünen Deal

Der 2019 von der Europäischen Kommission angekündigte europäische Grüne Deal legt den Grundstein für die vor uns liegenden Veränderungen. Es handelt sich um einen umfassenden Fahrplan, der detaillierte Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen durch die Förderung der effizienten Ressourcennutzung, die Wiederherstellung der biologischen Vielfalt und die Bekämpfung der Umweltverschmutzung auf dem gesamten Kontinent und darüber hinaus vorsieht. Der im Grünen Deal vorgegebene zukünftige Weg skizziert außerdem die erforderlichen Investitionen und die verfügbaren Finanzierungsinstrumente sowie konkrete Schritte, wie ein gerechter und integrativer Übergang sichergestellt werden kann, der allen zugutekommt und auf diese Weise breite gesellschaftliche Akzeptanz finden wird. Um politische Entschlossenheit zu zeigen und die Richtung vorzugeben, wird ein europäisches Klimagesetz umgesetzt, das die für das Jahr 2050 bestehenden politischen Verpflichtungen in Recht gießt und zum Auslöser für die erforderlichen Investitionen werden lässt.

Die Bedeutung der EU-Forschungsfinanzierung

Horizont 2020 – und ab 2021 dann sein Nachfolgeprogramm Horizont Europa – spielen bei der Umsetzung der klimapolitischen Maßnahmen der EU sowie der weiter gefassten Ziele für nachhaltige Entwicklung eine entscheidende Rolle. Dieser CORDIS Results Pack stellt acht Projekte aus der speziellen Finanzierungslinie von Horizont 2020 im Bereich Gesellschaftliche Herausforderungen (Maßnahmen zum Klimaschutz, Umwelt, Ressourceneffizienz und Rohstoffe) vor. Ihre Ergebnisse zeigen, , wie politische Vorgehensweisen und Finanzierungsmaßnahmen durch Beschäftigung mit dem komplexen Zusammenspiel zwischen dem Energiesystem, der Wirtschaft und dem Verbraucherverhalten die EU auf Kurs in Richtung Klimaneutralität bringen können. Wir haben die acht Projekte in drei verschiedene Unterkategorien eingeordnet, um besser zu verdeutlichen, auf welche Weise diese Projekte einen Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasen leisten, und außerdem die Zusammenhänge und Synergien zwischen ihnen zu betonen. Die größte Projektgruppe aus CD-LINKS, COP21:RIPPLES, DEEDS, EUCalc und INNOPATHS, unterstützt die Konzipierung transformativer Strategien, welche die EU in die Lage versetzen werden, ihre Gesellschaft und Wirtschaft im Einklang mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung und der Zielvorgabe der Realisierung von Klimaneutralität bis 2050 umzugestalten. Die Projekte COACCH und SOCLIMPACT befassen sich mit den Auswirkungen des Klimawandels und den notwendigen Anpassungen einschließlich der zur Erreichung von Klimaneutralität erforderlichen Investitionen. Zu guter Letzt hat das Projekt REINVENT Lösungen zur Mobilisierung der Industrie gefunden, die wichtige Umgestaltungs- und Modernisierungsprozesse durchlaufen muss, da sie etwa 20 % der europäischen Treibhausgasemissionen zu verantworten hat.