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Low-Input Farming and Territories - Integrating knowledge for improving ecosystem-based farming

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Quantifizierung ökologischer Praktiken, die zu einer nachhaltigeren Landwirtschaft führen

Mit dem Ziel, den CO2-Fußabdruck der Landwirtschaft zu verringern, untersuchen neue Forschungsprojekte die Vorteile und Herausforderungen, die mit der Anwendung bestmöglicher Verfahren der ökologischen Landwirtschaft einhergehen.

Lebensmittel und natürliche Ressourcen

13 % der gesamten Treibhausgasemissionen in der EU gehen auf die Landwirtschaft zurück. Beim ökosystembasierten Anbau liegt ein besonderes Augenmerk auf einer schonenden Landbewirtschaftung sowie dem Erhalt der biologischen Vielfalt, womit ein wichtiger Beitrag zur Erfüllung unserer Klimaziele geleistet werden kann. „Unter ökologischen Praktiken verstehen wir Praktiken, die mit geringem Aufwand verbunden sind oder die besonders umweltfreundlich ausfallen“, erläutert Laure Latruffe, Forscherin am INRAE, dem Nationalen Forschungsinstitut für Landwirtschaft, Ernährung und Umwelt in Frankreich. „Ökologische Praktiken, die diese Voraussetzungen erfüllen, können dabei helfen, Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft zu erreichen.“ Mit Unterstützung des EU-finanzierten Projekts LIFT (Low-Input Farming and Territories – Integrating knowledge for improving ecosystem-based farming) steht Latruffe an der Spitze von Bemühungen, unser Wissen über die möglichen Vorteile der ökologischen Landwirtschaft auszuweiten und mehr darüber in Erfahrung zu bringen, wie bei deren Einführung am besten vorgegangen werden sollte. „Das Projekt verfolgt einen umfassenden Ansatz, um so viele unterschiedliche ökologische Praktiken wie nur möglich abzudecken“, fügt Latruffe an. „Das schließt die Praktiken ein, die hinter vorhandenen Fachbezeichnungen wie biologischer und agrarökologischer Landbau stehen, aber auch die Ermittlung möglicher neuer Herangehensweisen.“

Die ökologische Landwirtschaft voranbringen

Das übergeordnete Ziel des Projekts ist es, die wichtigsten Kräfte, die die Entwicklung der ökologischen Landwirtschaft antreiben, zu erkennen und zu verstehen. Außerdem möchte das Projekt bestimmen, wie nachhaltig ökologische Praktiken sind. Dazu führt das Forschungsteam über 30 Fallstudien in ganz Europa durch. Die einzelnen Studien sind jeweils auf spezielle Ansätze innerhalb unterschiedlicher Kontexte ausgerichtet. Die verschiedenen Fallstudien beschäftigen sich mit den unterschiedlichsten landwirtschaftlichen Themen, von Ackerbau und Viehzucht über gemischte Landwirtschaft bis hin zu bestimmten Spezialisierungen wie Molkereibetrieb, Rinderzucht, Anbau von Getreide, Früchten oder Gemüse, Unterhaltung von Obstplantagen bzw. Olivenhainen und noch vielem mehr. „Diese Fallstudien spiegeln die außergewöhnliche Vielfalt im EU-Agrarsektor wider. Und vielfältig sind nicht nur die Erzeugnisse selbst, sondern auch bei den zahlreichen verschiedenen sozioökonomischen und ökologischen Bedingungen, die den Sektor beeinflussen, herrscht große Varietät“ merkt Latruffe an.

Die Prioritäten der EU unterstützen

Genannte Fallstudien befinden sich zwar noch in ihren Frühphasen, Latruffe ist sich aber schon jetzt sicher, dass dabei Informationen generiert werden, die nützlich und förderlich für EU-Prioritäten mit Bezug zur Unterstützung nachhaltiger Landwirtschaft sind. „Die Fallstudien haben es uns bereits erlaubt, verschiedene Typologien für landwirtschaftliche Betriebe zu erarbeiten. So können wir nun Betriebe mit ähnlichen ökologischen Praktiken jeweils in einer Kategorie zusammenfassen“, so Latruffe. Gestützt auf diese Typologien entwickeln die Forschenden verschiedene anwendungsfreundliche Werkzeuge, darunter ein Instrument, mit dem sich landwirtschaftlichen Betrieben ein ökologischer Typ zuordnen lässt. Das Projekt plant zudem, ein Werkzeug zu entwickeln, das bei der konkreten Umsetzung helfen soll, indem es Projektionen zur Übernahme zahlreicher Praktiken der ökologischen Landwirtschaft in bestimmten Regionen oder Ländern erstellt. Des Weiteren treffen die Projektmitglieder Vorbereitungen für den Start einer offenen Online-Lehrveranstaltung (MOOC), in der sie erläutern, wie die Methoden und Ergebnisse von LIFT zu nutzen sind. „Unsere Studien und Ergebnisse werden ein vollständiges Bild der ökologischen Landwirtschaft vermitteln, einschließlich aller Vorteile und Herausforderungen, und einen Vergleich mit konventionelleren landwirtschaftlichen Ansätzen ermöglichen“, schließt Latruffe. „Auf diese Weise bestimmen wir, welches die entscheidenden Wege sind, die beschritten werden müssen, um die bestmöglichen Verfahren in einer nachhaltigen Landwirtschaft zu realisieren.“

Schlüsselbegriffe

LIFT, agrarökologisch, Landbau, nachhaltig, Landwirtschaft, ökologische Landwirtschaft, nachhaltige Landwirtschaft, biologische Vielfalt, landwirtschaftlicher Betrieb

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